IZI-Forschung
 
Forschungsschwerpunkt Bildungsfernsehen

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Wie kann Fernsehen Wissen popularisieren und die Bildungsvermittlung unterstützen? Dass dies als eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe angesehen wird, zeigt schon die seit längerem kursierende Rede vom „Wandel zur Wissensgesellschaft“. Bildungsfernsehen gehört auch zum Programmauftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens in Deutschland – aber nicht nur das: Bestimmte Programme für Kinder und auch für Erwachsene erfreuen sich regen Zuspruchs. Was diesen Erfolg ausmacht, welcher Themen sich das Bildungsfernsehen, auch im weltweiten Vergleich, annimmt, sind Fragen, die der Medien- und Rezeptionsforschung bedürfen.
Zu Bildungs- und Wissensprogrammen und auch zu internationalen Entwicklungen des Bildungsfernsehens werden immer wieder IZI-Studien durchgeführt.


Literatur:
TelevIZIon 26/2013/1 „Lernraum Medien“, TelevIZIon 25/2012/E „TV as learning environment“, TelevIZIon 23/2010/1 „Lernen ohne es zu merken“, TelevIZIon 21/2008/2 „Bildungsfernsehen”, TelevIZIon 18/2005/E „Learning in Television”, TelevIZIon 17/2004/1 „Lernen mit dem Fernsehen”

Evaluation des Projekts "I got it!" – Kooperationsprojekt des IZI und der Stiftung PRIX JEUNESSE in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Thailand

I got it! ist das erste TV-Wissensmagazin für Kinder in der Region Südostasien. Unter dem Motto "Neun Fernsehsender – eine Vision" hat das Goethe- Institut zusammen mit staatlichen und öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern aus Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, Myanmar, den Philippinen, Thailand und Vietnam das zehnminütige Magazin entwickelt. Als Teil des Abschlusses bzw. der Übergabe des Projekts, das die beteiligten Sender in Kooperation ab 2015 ohne das Goethe-Institut als Zentralorganisator weiterführen werden, wurde eine Evaluationsstudie durchgeführt. In der Studie des IZI und der Stiftung PRIX JEUNESSE in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Thailand wurde das Produkt (die Sendungen I got it!) in einer Medienanalyse evaluiert. Zudem wurden die Auswirkungen des Projekts auf die Sender und ProduzentInnen im Rahmen von Experteninterviews untersucht. Weiterhin wurde die Rezeption des Produkts durch die Zielgruppe Kinder in Rezeptionsstudien mit Kindern aus verschiedenen Ländern evaluiert.
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Literatur:
Holler, Andrea; Götz, Maya, Schneid Kirsten, Grosser, Martina (2015) Projektevaluation I Got it! Goethe-Institut Thailand: 2015.

Toleranz fördern: Medial gestützte Unterrichtseinheiten für Jugendliche

Anlässlich der ARD-Themenwoche „Toleranz“ entwickelte und evaluierte das IZI pädagogische Angebote zu den Themen „Sexuelle Orientierung“, „Leben in verschiedenen Kulturen“ und „Toleranz gegenüber dem eigenen Körper“.
Ein didaktisches und interaktives Onlineangebot des IZI – „Was hättest du getan?“ – wurde mit dem crossmedialen Reportage-Projekt „Steh zu dir!“ der Redaktion Bildung des Bayerischen Rundfunks verknüpft. Darin stehen die ProtagonistInnen Conny, Nicko und Kosrat vor großen Entscheidungen, die die Toleranz ihrer Mitmenschen und auch die Toleranz gegenüber sich selbst erfordern. Diese Entscheidungssituationen dienten als Grundlage für den Dreh kurzer Videoclips mit Jugendlichen aus einem Berliner Debattierclub und ExpertInnen der jeweiligen Themengebiete.
Mit den Videoausschnitten sowie zusätzlichem Material, z. B. Statistiken, Arbeitsblätter und eine Grafik, die die Vielfalt Deutschlands heruntergebrochen auf die Größe einer Schulklasse zeigt, erstellte das IZI eine vorläufige Homepage. Dieses vorläufige Webangebot wurde mit dem Fall „Kosrat“ als digitale Unterrichtseinheit mit 105 SchülerInnen im Alter von 12 bis 16 Jahren aus der 7. und 8. Klasse Mittelschule und Gymnasium getestet.
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Literatur:
Götz, Maya; Innermann; Ina: Toleranz fördern. Medial gestützte Unterrichtseinheiten für die Zielgruppe "Jugendliche". In: TelevIZIon 28/2015/1, S. 51-53.

Engel, Birgit; Schenke, Roland: Toleranz durch den Alltag vermitteln. Ein Gespräch mit Birgit Engel und Roland Schenke. In: TelevIZIon 28/2015/1, S. 49-50.

Grips (BR-alpha): Die Online-Lernplattform für SchülerInnen

Im Rahmen einer formativen Evaluierung untersuchte das IZI in Kooperation mit BR-alpha, wie SchülerInnen mit dem E-Learning-Angebot Grips umgehen. Das Online-Angebot will SchülerInnen helfen, in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik Wissenslücken zu schließen. Die Inhalte richten sich nach dem Prüfungsstoff des Haupt- bzw. Mittelschulabschlusses. Jedes Fach ist in rund 40 in sich abgeschlossene Lektionen aufgeteilt. Lernen können die SchülerInnen mit Filmen, Nachlesetexten und Übungen. Insgesamt wurden 76 SchülerInnen der achten, neunten und zehnten Klasse Mittelschule sowie eines VHS-Lehrgangs zur Vorbereitung auf den qualifizierenden Mittelschulabschluss während des Unterrichts im Computerraum befragt. Die SchülerInnen erarbeiteten sich selbst gesteuert je ein Thema. Während des Lernens mit Grips wurde sowohl die Mimik der teilnehmenden SchülerInnen mit einer auf dem Monitor angebrachten Kamera aufgezeichnet, als auch ihre Nutzungswege auf dem Computerbildschirm festgehalten. Anschließend wurden die beiden Aufnahmen Bild-in-Bild gesetzt, um das Nutzungsverhalten der SchülerInnen deuten und besonders positiv oder negativ erlebte Momente ermitteln zu können. Im Anschluss füllten die SchülerInnen einen qualitativen Fragebogen aus, in dem sie zu den Details der Einheit Rückmeldung gaben.
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Literatur:
Holler, Andrea; Schatz, Eva: "Man kann damit leicht lernen." Qualitätsmerkmale für Lernplattformen am Beispiel von Grips. In: TelevIZIon 26/2013/1, S. 56-59.

Lernen durch Geschichten (2012)

Welche Möglichkeiten Lernen mit fiktionalen Sendungen bietet, wurde anhand der in der ARD gesendeten kanadischen Sendung Dino Dan untersucht. Die Serie erzählt Geschichten aus dem Alltag des 10-jährigen Protagonisten Dan Henderson, einem begeisterten Dinosaurier-Fan. Er führt diverse Experimente durch, in denen er verschiedene wissenschaftliche Methoden einsetzt. Forschungsleitende Frage der Studie war u. a., inwieweit Vorschulkinder durch die Sendung Strategien des Wissenserwerbs und eine positive Einstellung zu Forschung gewinnen können. Im Rahmen einer Rezeptionsstudie des IZI sahen 59 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren an vier aufeinanderfolgenden Tagen jeweils zwei Episoden von Dino Dan. Vor und nach dem Ansehen wurden die Kinder in Einzelinterviews zur Sendung, zu ihrem Wissen über Dinosaurier sowie ihrer Einstellung zu Forschung, Lernen und Fantasie befragt. Die Rezeptionssituationen wurden mit Video aufgezeichnet und im Hinblick auf die Aufmerksamkeit und Interaktion in Bezug zur Handlung ausgewertet
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Literatur:
Holler, Andrea; Götz, Maya: Ich mag Dino Dan, "weil das reine Fantasie war". Eine Rezeptionsstudie mit Vorschulkindern. In: TelevIZIon, 26/2013/1, S. 40-44.
Holler, Andrea; Götz, Maya: I like Dino Dan "because it was pure fantasy". A reception study with preschool children. In: TelevIZIon, 26/2013/E, S. 34-38.
Interview mit den Erfindern und Machern von Dino Dan: Dino Dan: "Begeisterung für unsere Welt wecken". Ein Gespräch mit J.J. Johnson und Christin Simms. In: TelevIZIon, 26/2013/1, S. 38-39.
Dino Dan: "Creating excitement for the world". A conversation with J.J. Johnson and Christin Simms. In: TelevIZIon, 26/2013/E, S. 32-33.

Wo findet selbsterfahrenes Lernen im Kinderfernsehen statt? (2012)

Kinder lernen mit dem Fernsehen – die Frage ist nur, was. Eine internationale Studie gab Kindern die Möglichkeit, selbst zu berichten, wo sie „mal so richtig viel vom Fernsehen gelernt haben“. Während Studien üblicherweise der Frage nachgehen, an welche Sendungsinhalte sich Kinder erinnern, wurde hier erstmalig international ein anderer Weg begangen und Kindern selbst eine Stimme gegeben. 1.412 Kinder im Alter von sieben bis zehn Jahren in Deutschland, den USA, Schottland, Irland, Argentinien und Kuba malten und beschrieben, wann sie „mal so richtig viel vom Fernsehen gelernt haben“.
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Literatur:
Holler, Andrea: "Freundschaft ist wichtig". Was Kinder meinen aus SpongeBob Schwammkopf gelernt zu haben. In: TelevIZIon, 25/2012/2, S. 19-22.
Holler; Andrea; Götz, Maya; Egerer, Anne; u.a.: Sponge Bob oder Willi wills wissen? Kinder berichten, was sie aus dem Kinderfernsehen lernen. In: TelevIZIon, 26/2013/1, S. 14-17.
Holler; Andrea; Götz, Maya; Egerer, Anne; u.a.: SpongeBob or Willi wants to know it all? Children's self-perceived learning from television. In: TelevIZIon, 25/2012/E, S. 11-13.

Welchen Lernbegleiter (ModeratorIn) wünschen sich Kinder? (2012)

Wissenssendungen sind für Kinder wichtig und förderlich und, sofern sie gut gemacht sind, auch ausgesprochen attraktiv. Meist stehen ein oder zwei Moderatoren – meist Männer – im Mittelpunkt, die den Kindern etwas zeigen und erklären. Wollen Kinder Männer als Welterklärer? Das IZI ließ insgesamt 3.399 (anfänglich 2.839) Kinder zwischen sieben und zehn Jahren in 27 (anfänglich 24) Ländern befragen, welchen Moderator bzw. welche Moderatorin sie sich für eine Wissenssendung, in der jemand etwas Spannendes für sie erlebt, erforscht und erklärt, wünschen. Zudem baten wir die Kinder, sich selbst bezüglich ihres Aussehens einzuschätzen, und verglichen dies mit den Angaben, die sie zu ihrem idealen Lernbegleiter machten.
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Literatur:
Holler, Andrea; Egerer, Anne; Schwarz, Judith: Das ist mein/e Wunschmoderator/in! Wenn Mädchen und Jungen ihren eigenen Lernbegleiter entwerfen könnten. In: Televizion, 26/2013/2, S. 48-50.
Holler, Andrea; Götz, Maya; Egerer, Anne; Schwarz, Judith: “This is the TV presenter I’d like to have”. In Televizion, 25/2012/E, S. 30-31.

Was lernen Kinder, ohne es zu merken, aus Wissenssendungen? (2009)

Anhand von vier Wissensformaten für Kinder wurde untersucht, was 9- bis 13-Jährige aus Sendungen gewinnen, die auf unterhaltsame Weise Wissen präsentieren. 165 Kindern zwischen neun und 13 Jahren aus Grund- und Hauptschulen in und um München wurden Ausschnitte aus Wissen macht Ah! (WDR), WOW die Entdeckerzone (Super RTL), pur+ (ZDF) und Geolino TV (NICK) gezeigt. In Befragungen und durch Zeichnungen wurde erhoben, welche Sendungsinhalte und Erklärungen Kindern direkt nach der Rezeption und 14 Tage später im Gedächtnis geblieben waren. Ein Schwerpunkt lag auf der Fragestellung: „Was lernen Kinder aus diesen Sendungen über Metakognition und Problemlösestrategien? Inwiefern können sich Kinder aus diesen Sendungen ‚abschauen’, wie man Probleme löst?“ „Metakognition“ ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Phänomenen, Aktivitäten und Erfahrungen, die mit dem Wissen und der Kontrolle über eigene kognitive Funktionen zu tun haben. Dies beinhaltet z. B. Wissen um Lern- und Problemlösestrategien und die Planung und Überwachung von Lernprozessen, aber auch Wissen, wie man sich selbst motiviert und den eigenen Erfolg beurteilt.
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Literatur:
Schlote, Elke; Renatus, Rebecca: Wie kommt das Ei ins Essigglas? Wie Kinder-Wissenssendungen Metakognition fördern können. In: Televizion, 23/2010/1, S. 17-20.
Schlote, Elke: Aus Wissenssendungen lernen, ohne es zu merken. Was Kinder und Jugendliche sich aus Wissenssendungen (noch) mitnehmen. In: Televizion, 23/2010/1, S. 14-16.

Mythbusters, Galileo, Quarks und Co. - Rezeptionsstudie mit Jugendlichen zu Wissenschaftssendungen (2008)

Im Fernsehen gibt es verschiedene Wege, wie Naturwissenschaften vermittelt werden: erklärend in Quarks & Co., narrativ in Mythbusters und flippig in Galileo. Wie Jugendliche verschiedener Schularten dies finden und was sie daraus lernen, wurde in einer Rezeptionsstudie erhoben.
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Literatur:
Elke Schlote/Claudia Maier: „Weil man’s sieht, konnte man sich das besser vorstellen“: Rezeptionsstudie mit Jugendlichen zu Wissenschafts-Sendungen. In: TelevIZIon, 21/2008/2, S. 28-32.

Bildungsfernsehen weltweit - Eine internationale Expertenbefragung (2008)

Fernsehverantwortliche von 26 öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsendern aus aller Welt geben Auskunft über ihr Verständnis von Bildungsfernsehen und über zukünftige Entwicklungen.
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Literatur:
Elke Schlote/Andreas Fläckel: Bildungsfernsehen weltweit: eine internationale Expertenbefragung. In: TelevIZIon, 21/2008/2, S. 13-15.

Konfliktmanagement im Kinder- und Jugendfernsehen. Eine internationale Medienanalyse. (2007-2009)

Literatur: Peter Lemish: Frieden fördern! Konflikte und Konfliktlösung im Kinderfernsehen. In: TelevIZIon, 19/2006/2, S. 32-38.
Peter Lemish/Elke Schlote: Media portrayals of youth involvement in social change: The roles of agency, praxis, and conflict resolution processes in TV programs. In: Thomas Tufte (Hg.): NORDICOM Yearbook 2009.

Und täglich grüßt das gleiche Gesicht? ModeratorInnen im Kinderfernsehens (2007)

Wie lassen sich die ca. 52 ModeratorInnen des öffentlich-rechtlichen und privaten Kinderfernsehens beschreiben? Wie attraktiv sind sie und was macht sie attraktiv für Kinder? Eine Auszählung gibt hier erste Antworten, während eine Metaanalyse von IZI-Studien die Bewertungskriterien der Kinder erhellt.

Literatur:
Elke Schlote/Monika Gröller: Und täglich grüßt das gleiche Gesicht? ModeratorInnen im Kinderfernsehen. In:
TelevIZIon 20/2007/2,
S. 29-31.

Der Elternticker: Neue Bildungsunterstützung im Vorschulfernsehen (2006-2008)

Seit langem zeigen Studien zum Vorschulfernsehen, dass Kinder besonders dann gut und viel lernen, wenn ihre Eltern und Kinder die Sendungen gemeinsam sehen und sich über die Inhalte unterhalten. Wie das im Einzelnen ablaufen soll, was eine förderliche Kommunikation vor dem Fernseher ausmacht, bleibt bisher allerdings offen. Hier setzt das IZI an und entwickelte in Zusammenarbeit mit dem WDR eine Innovation: Den Elternticker, eine zeitweise eingeblendete Informationszeile für Eltern, die ihnen Hintergrundinformationen, Hinweise und konkrete Tipps zur Unterstützung ihrer Kinder während der Rezeption gibt. Erste Studien führte Shalom Fisch bereits 2006 für das IZI in New York durch, wo in einer ähnlichen Zeile allgemeine Informationen und Witze für Eltern während des Preschool-Blocks eingeblendet wurden. Fisch setzte im Experiment eine pädagogisch angereicherte „Mummy Bar“ ein und konnte nachweisen, dass so die Kommunikation vor dem Fernseher gesteigert werden konnte.
Für Deutschland wurde dies in einem ersten Schritt für Die Sendung mit dem Elefanten umgesetzt, eine Sendung, die gezielt für 2- bis 5-Jährige gestaltet ist und – u. a. mit Beratung des IZI – die aktuellen Erkenntnisse im Bereich pädagogischer Förderung im Vorschulbereich einbezieht.

Mit Mitteln des WDR und in Zusammenarbeit mit der WDR-Medienforschung wurden 3 Studien durchgeführt, in denen Testversionen auf ihre Möglichkeiten, den Gewinn an Lernförderung und die Akzeptanz untersucht wurden. Mit den so verbesserten Erkenntnissen wurden 10 Sendungen gestaltet, die dann im November 2008 auf dem KI.KA ausgestrahlt wurden. Dies wurde abermals wissenschaftlich begleitet, sowohl in einer Online-Befragung als auch durch Aufzeichnung von 30 natürlichen Rezeptionssituationen in der Familie
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Projektdurchführung USA (2006):
Dr. Shalom M. Fisch (MediaKidz New York), Projektdurchführung Deutschland (2006-2008): Dr. Maya Götz, Andrea Holler, Sabrina Bachmann (IZI) 


Literatur:
Shalom M. Fisch: Die „Mommy-Bar“: Wie Eltern und Vorschulkinder beim Fernsehen mehr miteinander reden. In: TelevIZIon, 20/2007/1, S. 44-46.
Maya Götz: Der „Elternticker“: Neue Wege im Vorschulfernsehen. In: TelevIZIon, 21/2008/2, S. 53-57.

Englisch lernen mit Vorschulsendungen und mit der Sendung mit dem Elefanten (2006-2007)

Fremdsprachenlernen fällt Kindern im Vorschulalter besonders leicht. Auch das Medium Fernsehen kann dazu Lerngelegenheiten bieten. In einer Studie mit 160 Kindern aus Münchner Kindergärten wurden vier konzeptionell unterschiedliche Sendungen evaluiert. Einige Ergebnisse wurden in einem Folgeprojekt in der Sendung mit dem Elefanten umgesetzt. Die Sendung mit dem Elefanten zeigt immer wieder kurze Lieder, Abzählreime und Geschichten auf Englisch (Prinzip des „immersive learning“). Doch ist es sinnvoller, erst die englische oder erst die deutsche Version einer Episode zu zeigen? In einer Studie mit 36 Kindergarten- und Vorschulkindern wurde diese Frage untersucht.
Kooperationsstudie mit der Ludwig-Maximilian-Universität München.

Literatur:
Michael Kirch/Angelika Speck-Hamdan: One, two, three mit Dora, Elefant & Co.: Englisch lernen im Vorschulalter – Sendungskonzepte im Vergleich. In: TelevIZIon, 20/2007/1, S. 18-23.
Andrea Holler/Sabrina Bachmann/Maya Götz: Peppa Pig – erst die englische oder erst die deutsche Version? Ein Beitrag im Kindertest. In: TelevIZIon, 20/2007/1, S. 24.

Qualitätskriterien für Lernsendungen und deren Umsetzung in Wissen macht Ah! (2005)

Im Projekt „Informations- und Dokumentationssendungen für Kinder“ wurden verschiedene Formate auf ihre Attraktivität und ihren Lernerfolg bei GrundschülerInnen hin untersucht und daraus Qualitätskriterien für Lernsendungen formuliert. Unter den Sendungen war das Magazin Wissen macht Ah! (WDR), in dem in kurzen humoristischen Beiträgen Dinge und Zusammenhänge aus dem Alltag erklärt werden. Die Studie wies der Sendung in vielen Bereichen Attraktivität und einen guten Lerngewinn nach, es wurden aber auch Optimierungschancen deutlich. In 2 Follow-Up-Studien wurde nun dieselbe Folge gezielt verändert und erneut getestet.

Literatur:
Kersten Reich/Angelika Speck-Hamdan/Maya Götz: Qualitätskriterien für Lernsendungen. In: TelevIZIon 18/2005/2, S. 86-91.
Maya Götz: Constructing entry points In: TelevIZIon, 22/2009/E

Informations- und Dokumentationssendungen für Kinder (2002-2003)

Im Fernsehmenü von Kindern dominieren Fiction-Formate, die unterhaltsam und ansprechend sind. Wissens- und Dokumentationssendungen sind Eltern zwar sehr präsent und von Erwachsenen gewünscht, für die Kinder aber zumeist weniger attraktiv. In diesem Forschungsprojekt sollen anhand konkreter Sendungen Momente herausgearbeitet werden, die für Kinder attraktiv sind und ihnen einen positiven Zugang zu den Inhalten erleichtern.
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Literatur:
Maya Götz: Lernen mit Wissens- und Dokumentationssendungen. In: TelevIZIon, 17/2004/1, S. 33-42.