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Gender

Gender ist eine der durchgängigsten Kategorien, wenn es darum geht, wie Fernsehfiguren und ihre Geschichten inszeniert und rezipiert werden. In diesem Forschungsschwerpunkt werden zum einen gezielt die Mechanismen und Zusammenhänge von der Geschlechterrepräsentation im Medium analysiert. Zum anderen wird von der RezipientInnenseite her untersucht, wie Mädchen und Jungen mit dem Angebot umgehen, wie sie es interpretieren, werten und in ihre Lebenswelt einbauen. Vor dem Hintergrund des aktuellen Stands der Mädchen- und Jungenforschung werden so neue Perspektiven und Hinweise für ein qualitätsorientiertes Kinder- und Jugendfernsehen für Fernsehverantwortliche weltweit angeboten.
Literatur: TelevIZIon 19/2006/1 „Welche Rolle spielt Geschlecht?”,
TelevIZIon 21/2008/E „Girls and Boys and Television”

Qualität für Mädchen und Jungen

Anhand des Diskussionsstands in der Mädchen- und Jungenforschung werden die aktuellen Forschungsergebnisse daraufhin beleuchtet, was sie für qualitätsorientiertes Kinder- und Jugendfernsehen bedeuten. In regelmäßigen Diskussionsrunden im kleinen Kreis und in Zusammenarbeit mit Fernsehverantwortlichen wird an der konkreten Umsetzung der Erkenntnisse gearbeitet.
Literatur: Reminder: Guidelines for Gender Sensitivity, Buchveröffentlichung 2011

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Medienanalytische Studien - Thema Gender

Kleine und große Helden für Jungen. Männerbilder im Kinderfernsehen (2009–2010)
Analysiert werden erfolgreiche Helden des jungenaffinen Kinderfernsehens wie Avatar, Yu-Gi, SpongeBob sowie ausgewählter Filme auf die impliziten Anschlüsse an typischen Jungenthemen.
Projektleitung und -durchführung: Dr. Maya Götz (IZI)
Literatur: Artikel erscheint, Buchveröffentlichung in Deutsch 2011


Der Körper der globalen Mädchen und Jungen. Analyse des Körpers von Mädchen- und Jungenfiguren (2008–2009)

Anhand der internationalen Stichprobe wurden die Körper der global vermarkteten Zeichentrickfiguren auf das Verhältnis der Becken-Hüft-Schulter-Proportion hin vermessen. Es zeigen sich deutlich geschlechterspezifische Tendenzen und eine Hypersexualisierung der Mädchenfiguren.
Projektleitung und -durchführung: Dr. Maya Götz, Margit Herche (IZI)
Literatur: Margit Herche/Maya Götz: The global girl’s body. In: TelevIZIon, 21/2008/E, S. 18-19, Forschungsergebnisse Mädchen – Jungen – Fernsehen, Buchveröffentlichung in Deutsch 2011


Konsumorientierung und Geschlecht im Kinderfernsehen weltweit (2008–2009)
Anhand einer internationalen Stichprobe wurden die Ausprägungen von konsumorientiertem Verhalten bei Fernsehfiguren im Kinderfernsehen untersucht und insbesondere hinsichtlich ihrer Geschlechtertendenzen quantitativ und qualitativ analysiert.
Projektleitung und -durchführung: Prof. Dr. Kara Chan (University of Hong Kong)
Literatur: Veröffentlichung in Englisch für 2011 vorgesehen


Erotisierung des Kinderfernsehens (2008–2009)

Anhand einer internationalen Stichprobe wurden die Ausprägung und das Zusammenspiel von Erotisierung von Mädchenfiguren und Handlung zum Beispiel in den Serien Winx Club und Bratz untersucht.
Projektleitung und -durchführung: Prof. Dr. Jeanne Prinsloo (Rhodes University, Südafrika)
Literatur: Veröffentlichung in Englisch für 2011 vorgesehen


Mutter = Hausfrau und Papa geht arbeiten? Geschlechterverhältnisse in den Familienbildern im Kinderfernsehen (2008–2009)
Anhand einer internationalen Stichprobe wurde die Darstellung von Familien im Kinderfernsehen insbesondere unter geschlechterspezifischer Perspektive untersucht.
Projektleitung und -durchführung: Prof. Dr. Dafna Lemish (University of Tel Aviv)
Literatur: Veröffentlichung in Englisch für 2011 vorgesehen


Gender in den Titelsongs von internationalen Serien (2008–2009)

Anhand einer internationalen Stichprobe wird das Zusammenspiel von Text, Bild und Musik in den Anfangsliedern bei Kindersendungen unter geschlechterspezifischer Perspektive untersucht.
Projektleitung und -durchführung: Prof. Dr. Cindy Carter (University of Cardiff)
Literatur: Veröffentlichung in Englisch für 2011 vorgesehen


Anime and Gender (2008–2009)

Anhand einer internationalen Stichprobe werden Ausprägungen und Hintergründe für die Hypersexualisierung von Mädchenfiguren in Anime herausgearbeitet und kontextualisiert.
Projektleitung und -durchführung: Damien Spry, Ph. D. (University of Sydney)
Literatur: Veröffentlichung in Englisch für 2011 vorgesehen


Die Darstellung von Latinas im Kinderfernsehen (2008–2009)
Anhand einer internationalen Stichprobe werden Charakteristika der Darstellung von Latinas im Kinderfernsehen und in kinderaffinen Filmen herausgearbeitet.
Projektleitung und -durchführung: Prof. Dr. Angharad N. Valdivia (University of Illinois)
Literatur: Veröffentlichung in Englisch für 2011 vorgesehen


Gender, Non-Fiction und Nachrichten (2008–2009)

Anhand einer internationalen Stichprobe werden Geschlechtertendenzen in non-fiktionalen Kinderfernsehangeboten mit Schwerpunkt auf Kindernachrichten analysiert und kritisch reflektiert.
Projektleitung und -durchführung: Prof. Dr. Cindy Carter (University of Cardiff)
Literatur: Veröffentlichung in Englisch für 2011 vorgesehen



Children’s Television Worldwide II: Werbung und Geschlecht (2008–2009)
Anhand einer internationalen Stichprobe wird Werbung im Kinderfernsehen unter geschlechterspezifischer Perspektive untersucht.
Projektleitung und -durchführung: Dr. Pablo Ramos Rivero (Red UNIAL, Havanna)
Literatur: Veröffentlichung in Englisch für 2011 vorgesehen



Children’s Television Worldwide I: Gender Representation (2007–2008)In 24 Ländern wurde 2007 eine repräsentative Stichprobe des jeweiligen relevanten und frei empfangbaren Kinderfernsehens aufgezeichnet und inhaltsanalytisch untersucht. Im Mittelpunkt dieser bisher weltweit größten Studie zum Kinderfernsehen standen dabei die Geschlechterbilder im fiktionalen Kinderfernsehen.
Projektleitung: Dr. Maya Götz (IZI) und 19 internationale Kooperationspartner
Literatur: Maya Götz u.a.: Gender in children’s TV worldwide. In: TelevIZIon, 21/2008/E, S. 4-9, Pressemitteilung „Qualität für Mädchen und Jungen“, Website: www.childrens-tv-worldwide.com, Buchveröffentlichung in Deutsch folgt 2011



Weit und breit nur Jungen! War das schon immer so? Analyse zur historischen Entwicklung des Geschlechterverhältnisses im Kinderfernsehen (2008)
Medienanalytisch wurden anhand der Prix-Jeunesse-Finalisten der Jahrgänge 1968, 1978, 1988, 1998 und 2006 die Entwicklung der Geschlechterrepräsentation bei fiktionalen Hauptfiguren untersucht. Was ist gleich an den Geschlechterverhältnissen und -stereotypen, was hat sich verändert?
Projektleitung und -durchführung: Dr. Maya Götz, Thomas Ostendorp (IZI)
Literatur: Artikel erscheint, Buchveröffentlichung in Deutsch 2011



Deconstructing gender – Analyse der körpersprachlichen Genderinszenierung (2007–2008)
Anhand von ausgewählten Prix-Jeunesse-Programmen wurde die Inszenierung von Mädchen und Jungen anhand der Gestik, Mimik und des Raum-Körperverhältnisses untersucht.
Projektleitung und -durchführung: Corinna Kramp (IZI)
Literatur: Artikel erscheint, Buchveröffentlichung in Deutsch 2011



Vergleich der Geschlechterverhältnisse im Hochqualitätsfernsehen (Prix Jeunesse International) und im „Mainstream“-Programm (2004, 2007)
Medienanalytisch wurden die Prix-Jeunesse-International-Finalisten der Jahrgänge 2002 und 2004 auf die Geschlechterrepräsentation bei fiktionalen Hauptfiguren hin untersucht und mit 400 Stunden „normalem“ deutschen Kinderfernsehen verglichen.
Projektleitung und -durchführung: Dr. Maya Götz, Ralf Schauer (IZI)
Literatur: Artikel erscheint, Buchveröffentlichung in Deutsch 2011



Welches Geschlecht haben Helden? (1999)
Geschlechterspezifische Untersuchung der Hauptfiguren im Kinderfernsehen (IZI 1999). Auf der Basis der jährlichen Stichprobe "Bestandsaufnahme zum Kinderfernsehen" wurden 474 Sendungen explizites Kinderfernsehen hinsichtlich der geschlechterspezifischen Verteilung und Tendenzen in den Hauptrollen untersucht.
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Literatur: Götz, Maya: Männer sind die Helden: Geschlechterverhältnisse im Kinderfernsehen. In: TelevIZIon 12/1999/1, Seite 34-38

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Rezeptionsstudien - Thema Gender

Germany’s next Topmodel (2009)
Mit nahezu 50 % Marktanteil bei den 12- bis 17-Jährigen wöchentlich ist Germany’s next Topmodel eines der zur Zeit erfolgreichesten Formate bei Mädchen. Was begeistert Mädchen an dieser Castingshow? Was nehmen sie sich bewusst und unbewusst mit?
Projektleitung und -durchführung: Dr. Maya Götz und Johanna Gather (IZI)
Literatur: Goetz, Maya /Gather, Johanna: Wer bleibt drin, wer fliegt raus? Was Kinder und Jugendliche aus Deutschland sucht den Superstar und Germany's Next Topmodel mitnehmen. In: TelevIZIon 23/2010/1, S. 52-59; Buchveröffentlichung 2011


Mädchen aus verschiedenen Kulturen diskutieren Disney-Prinzessinnen (2009-2010)
In Kinderklassikern wie Aladdin, Pocahontas und Mulan werden Prinzessinnen eines fremden Landes zu exotischen Hauptakteurinnen. Was nehmen Mädchen sich aus diesen Bildern mit, insbesondere wenn sie selbst die „exotischen anderen“ sind? Befragt werden Mädchen in den USA, China, Indien und Fiji mit diversen ethnischen Hintergründen.
Projektleitung und -durchführung: Prof. Dr. Charu Uppal (University of South Pacific) und Diana Nastasia (University of North Dakota)
Literatur: Nastasia, Diana / Uppal, Charu: In:"Ich möchte so sein wie sie". Maedchen aus verschiedenen Kulturen diskutieren Disney-Prinzessinnen. Televizion, 23/2010/2, S. 17-20 und Televizion, 23/2010/E


Wie konstruieren Vorschulkinder Geschlecht? (2008–2010)
Bisher ist wenig bekannt, wie Kinder mit weniger eindeutig gegenderten Figuren umgehen. Diese Studie untersucht, anhand welcher Merkmale Vorschulkinder für sich das Geschlecht einer Figur konstruieren
Projektleitung und -durchführung: Dr. Maya Götz, Christine Bulla (IZI)


Qualitätsfernsehen und Jungen (2008)
In dieser Studie beurteilen Jungen preisgekrönte Programme des Prix Jeunesse International mit männlichen Hauptdarstellern wie Girls, Secret Thoughts oder Stark! Kevin und vergleichen sie mit erfolgreichen Serien wie Kim Possible, Yu-Gi-Oh! oder SpongeBob Schwammkopf
Projektleitung und -durchführung: Dr. Reinhard Winter, Gunter Neubauer (SOWIT Tübingen)
Literatur: Reinhard Winter/Gunter Neubauer: Große Helden für kleine Jungs. In: TelevIZIon, 20/2007/2, S. 4-10 und TelevIZIon, 22/2009/E


Wollen Kinder sexualisierte Fernsehfiguren? (2008)
Anhand von veränderten Varianten der Figuren von Bibi Blockberg und Cloe aus Bratz wurde auf repräsentativem Niveau getestet, welche Körperform Mädchen und Jungen zwischen 3 und 12 Jahren am besten gefällt.
Projektleitung und -durchführung: Dr. Maya Götz (IZI)
Literatur: Maya Götz: Do children want skinny cartoon characters? In: TelevIZIon, 21/2008/E, S. 20-21


Was stört Kinder weltweit an der Darstellung von Mädchen und Jungen im Fernsehen? (2008)

In 21 Ländern malten über 1.000 Kinder, was sie daran stört, wie Mädchen und Jungen im Fernsehen dargestellt werden.
Projektleitung und -durchführung: Margit Herche und Christine Bulla (IZI)
Literatur: Christine Bulla/Margit Herche: “They are skinny and boring. In: TelevIZIon, 21/2008/E, S. 28-29, Buchveröffentlichung geplant für 2011


Wie dekonstruieren Kinder und Jugendliche Genderinszenierungen? (2007–2009)
Geschlechterstereotypen werden unter anderem durch typische Gestik und Körperhaltungen stilisiert. Anhand von Fotografien und Sendungsausschnitten werden Kinder und Jugendliche in 12 Ländern daraufhin befragt, ob sie diese Stereotypen stereotyp verstehen und wie sie sich selbst körpersprachlich stilisieren würden.
Projektleitung und -durchführung: Corinna Kramp (IZI)
Literatur: Corinna Kramp: Performing gender in postures. In: TelevIZIon, 21/2008/E, S. 52-53


Die Lieblingsfiguren von Mädchen und Jungen (2004–2010)
In dieser breit angelegten Studie werden Mädchen und Jungen nach ihren Lieblingsfernsehfiguren und ihrer Bedeutung befragt. Ausgehend von jeweils 40 Fallstudien von Mädchen und Jungen wurden typische Bedeutungen von Figuren für die Lebensbewältigung herausgearbeitet und vor dem Hintergrund der Geschlechterforschung interpretiert. Auf repräsentativem Niveau werden quantitativ in mehreren Stichproben die Lieblingsfernsehfiguren der Mädchen und Jungen und ihr jeweiliger Gebrauchswert erfragt.
Projektleitung und -durchführung: Dr. Maya Götz (IZI), Dr. Reinhard Winter, Gunter Neubauer (SOWIT Tübingen)
Literatur: TelevIZIon 19/2006/1 und TelevIZIon 20/2007/2, dt. Buchveröffentlichung 2011

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In Kooperation mit dem Prix Jeunesse International

Sexualised western culture meets traditional culture (2009-2010)
Wie gehen Mädchen, die mit einer eher traditionellen familiären Kultur – z. B. indische und arabische Migrantinnen in den USA – aufgewachsen sind, mit den sexualisierten Bildern westlicher Kinder- und Jugendkultur um? Diese Studie geht anhand von Einzelfallstudien dieser Frage nach.
Projektleitung und -durchführung: Prof. Dr. Rebecca C. Hains und Prof. Dr. Judi Cook (Salem State College, USA)
Literatur: Veröffentlichung in der deutschen und internationalen Ausgabe der TelevIZIon 2010, „Diversity im Kinderfernsehen“


What do they really think? Online mediations of educational content in European, Chinese and Australian television for young people (2009-2010)
In Blogs wie „MySpace“ stellen Jugendliche ihre Identität selbst dar. Anhand von Analysen australischer, chinesischer und koreanischer Seiten wird der Frage nachgegangen, wie Mädchen und Jungen ihre ethnische Kultur selbst konstruieren.
Projektleitung und -durchführung: Stephanie Hemelryk Donald (University of Sydney)
Literatur: Veröffentlichung in der deutschen und internationalen Ausgabe der TelevIZIon 2010, „Diversity im Kinderfernsehen“

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