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zirkumpolare Sternbilder für Bayern
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zirkumpolare Bilder


Langzeitaufnahme des Himmelsnordpols
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Der ruhende Pol

Zirkumpolare Sternbilder über Bayern

Manche Sternbilder sind über Bayern jede Nacht zu sehen: Sie sind zirkumpolar, weil sie sich so nahe am Himmelspol befinden, dass sie vom eigenen Beobachtungsstandpunkt aus nie unter den Horizont sinken. Über der Nordhalbkugel bildet der Polarstern im Kleinen Bären den Himmelsnordpol. Er scheint als einziger Stern stillzustehen, während alle anderen Sterne ihn gegen den Uhrzeigersinn zu umkreisen scheinen.

Der Polarstern liegt von Bayern aus gesehen 48 Grad über dem Horizont im Norden. Sternbilder rings um den Polarstern, die nicht weiter als diese 48 Grad von ihm entfernt sind, gehen niemals unter. Sie sind jede Nacht zu sehen, das ganze Jahr hindurch. Zu diesen Sternbildern gehören beispielsweise der Große Bär und die Kassiopeia. An ihrer höchsten Stelle durchwandern sie fast den Zenit, senkrecht über Ihnen. An der tiefsten Stelle streifen sie auf ihrem Weg um den Polarstern den Nordhorizont, bleiben jedoch immer sichtbar. Für jeden Standort weiter im Norden oder Süden ändert sich daher auch der Anteil der zirkumpolaren Bilder. Bei einigen Sternbildern sind nur einzelne Sterne zirkumpolar: Der helle Deneb im Schwan etwa ist immer zu sehen, auch wenn das übrige Sternbild untergegangen ist.

zirkumpolare Sternbilder über Bayern
Drache
Giraffe
Großer Bär
Kassiopeia
Kepheus
Kleiner Bär
Luchs
nur zu einem Teil zirkumpolar
Andromeda
Bärenhüter
Eidechse
Fuhrmann
Herkules
Perseus
Schwan

Immer da, aber immer woanders

Je nach Jahreszeit steht ein zirkumpolares Bild nachts mal hoch am Himmel, mal tief über dem Horizont. Denn durch die Bewegung der Erde um die Sonne "tickt" die Sternzeit ein wenig schneller als die Erdzeit: Schon nach 23 Stunden und 56 Minuten ist die Kassiopeia wieder an der gleichen Stelle angelangt. Nacht für Nacht rückt sie so um ein weiteres Grad um den Polarstern herum. Während sie im Frühsommer ganz tief am Nordhorizont steht, hat sie im Spätherbst schon fast den Zenit erreicht.

Jahreszeitliche Bilder

Sternbilder, die mehr als 48 Grad vom Polarstern entfernt sind, versinken von Bayern aus gesehen unter dem Horizont. Sie vollführen die gleiche Drehbewegung gegen den Uhrzeigersinn um den Himmelspol, gehen also ungefähr im Osten auf und etwa im Westen unter - je nach Abstand zum Polarstern. Nachts sind sie nur zu bestimmten Jahreszeiten am Himmel, so gibt es Frühjahrs-, Sommer-, Herbst- und Winterbilder.

Nie sichtbare Bilder

Sternbilder, die weniger als 48 Grad vom Südpol der Himmelskugel entfernt sind, können Sie über Bayern nie sehen - etwa das Kreuz des Südens. Vom 48. Breitengrad Süd aus ist dieses Sternbild jedoch zirkumpolar: Es umkreist den Himmelssüdpol.