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Suchen & Finden - Tipps für die Sternsuche

Wenn Sie sich am Sternenhimmel noch nicht auskennen, werden Sie schnell feststellen, dass ein bisschen Zeit und Übung notwendig sind, um Sternbilder oder einzelne Objekte am Firmament zu finden. Vorab: Nehmen Sie sich nicht zuviel vor! Manchmal ist es ergiebiger, an einem Abend nur ein einziges neues Sternbild zu entdecken, kennenzulernen und zu erkunden.

Sternbild Großer Wagen
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Großer Wagen

Fangen Sie mit einem schon bekannten Sternbild an - etwa dem Großen Wagen. Sehen Sie ihn sich genau an: Seine sieben hellsten Sterne sind alle unterschiedlich hell. Entdecken Sie das Reiterlein, den scheinbaren Doppelstern der Deichsel. Und versuchen Sie, den sehr viel mächtigeren Großen Bären zu erkennen, von dem der Große Wagen nur einen Teil darstellt. Lernen Sie seinen Lauf übers Jahr kennen: Wann steht er im Zenit, wann tief am Nordhorizont? Er wird Sie in Zukunft immer am Abendhimmel "begrüßen" und einen ersten Anhaltspunkt liefern. Von ihm aus können Sie das Firmament erkunden.

Wenn Sie die Hinterachse des Wagens um das Fünffache verlängern, treffen Sie auf den lichtschwächeren Polarstern im Kleinen Wagen. Er gibt Ihnen einen festen Orientierungspunkt: Er bildet den Himmelsnordpol und steht daher immer genau im Norden. Mit seiner Hilfe finden Sie immer die Himmelsrichtungen am Firmament.

Starhopping vom Großen Wagen zum Polarstern
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Starhopping zum Polarstern

Starhopping - von Stern zu Stern

Gehen Sie bei der Suche nach neuen Sternbildern oder Objekten von Ihnen bekannten Sternbildern aus. Oder von sehr hellen Sternen, die Sie leichter finden. Suchen Sie sich auf der Sternkarte von dort einen Weg zum gesuchten Objekt, von Stern zu Stern. Diese Methode wird "Starhopping" genannt. Etwa wenn Sie im Frühjahr die Deichsel des Großen Wagens in Richtung Horizont verlängern, dann stoßen Sie auf einen auffallend hellen Stern: Das ist Arktur, der hellste Stern im Bärenhüter. Jetzt können Sie mit Hilfe der Sternkarte das ganze Sternbild suchen.

Finden & Wiederfinden

Wenn Sie einmal ein Sternbild kennengelernt haben, dann prägen Sie es sich ein. Und versuchen Sie, es in der nächsten Zeit so oft wie möglich wiederzufinden. Bald werden Sie es auf den ersten Blick erkennen - und ab da gibt es Ihnen neue Orientierung am Himmel. Viele Sternbilder sind nur zu bestimmten Jahreszeiten zu sehen und Sie werden sie vielleicht über ein halbes Jahr lang am Himmel vermissen. Doch es ist ein schöner Moment, wenn Sie sie im Jahr darauf wiederentdecken.

Am höchsten Punkt

Beobachten Sie Objekte dann, wenn sie den südlichen Himmel überschreiten, denn dann erreichen sie ihren höchsten Punkt. Oder nehmen Sie sich umgekehrt anfangs vor allem die Objekte vor, die gerade hoch im Süden stehen. Zudem kann es dem ungeübten Beobachter etwas verwirren, Sternbilder über dem Nordhorizont zu betrachten, da sie dort "verkehrt herum" stehen.

Die ersten Sterne der Nacht

Noch ein Tipp: Wollen Sie zunächst einfache Sternbilder kennenlernen, dann fangen Sie vielleicht noch während der letzten Abenddämmerung an. Dann sind bereits die hellsten Sterne zu sehen, die die klassischen Sternbilder ausmachen. Aber lassen Sie sich nicht irritieren: Die ersten Sterne, die Sie in der Dämmerung sehen werden, sind meist Planeten - und wechseln ihre Positionen. Wenn in sternklarer Nacht später auch die schwächsten Sterne sichtbar werden, sind einzelne Sternbilder für das ungeübte Auge schwerer zu erkennen.

Der geübte Blick - knapp dran vorbei

Wenn Sie einzelne Sterne betrachten, werden Sie bald merken, dass es sinnvoll sein kann, ein bisschen an ihnen vorbei zu schauen: Durch dieses indirekte Sehen fällt mehr Licht auf die Stellen der Netzhaut Ihres Auges, die lichtempfindlicher sind. Lichtschwache Details können Sie so besser erkennen, als wenn Sie sie direkt ansehen. Was auch immer Sie entdecken und beobachten: Gucken Sie lieber ein bisschen länger hin. Erst nach fünf bis zehn Minuten werden Sie wirklich Details wahrnehmen. Und seien Sie nicht enttäuscht: Mars und Jupiter oder der Krebsnebel werden selbst durch ein Teleskop nie so aussehen wie von Hubble fotografiert.

Mondreise am Firmament

Mondreise übers Firmament

Der Mond als Wegweiser zu den Sternen

Auch der Mond kann Sie übers Firmament führen, denn auf seiner Mondreise steht er jede Nacht an einer anderen Stelle der Ekliptik. Je schmaler seine Sichel und je heller die Sterne und Planeten, denen er begegnet, umso schöner ist die Begegnung. Und nur dann hilft der Mond Ihnen auch bei der Suche nach einzelnen Objekten. Der Vollmond hingegen überstrahlt nicht nur Sterne in seiner unmittelbaren Umgebung, er erleuchtet den Himmel insgesamt so stark, dass die Sternbeobachtung schwierig wird.