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Warum seh' ich nicht so aus?
Fernsehen im Kontext von Essstörungen



 



 

„Warum seh‘ ich nicht so aus?“, fragt sich so manche junge Frau, wenn sie die Frauen in TV-Serien, die Bewerberinnen beim Bachelor oder Deutschland sucht den Superstar sehen – und vor allem wenn sie sich mit den Kandidatinnen von Germany’s Next Topmodel vergleicht. Für die meisten Zuschauerinnen ist es „nur“ frustrierend und beeinflusst ihr Selbstvertrauen, dass sie der vorgegebenen Norm nicht genügen. Für andere kann dieser Gedanke und der Wille sich zu ändern in schwere, langwierige Krankheiten führen: Essstörungen, wie Magersucht und Bulimie. 

Es sind natürlich nicht ausschließlich Fernsehsendungen oder Medienbilder, die zu diesen schweren psychosomatischen Störungen führen. Die Ursachen sind immer komplexer und viele Variablen und Problemlagen sind für die Entstehung von Essstörungen verantwortlich. Dennoch spielen Fernsehsendungen oftmals eine wichtige Rolle. Wie sich diese Zusammenhänge im Einzelnen gestalten können, beschreiben Betroffene in diesem Buch.
Vorgestellt werden zum einen die Ergebnisse der Studien Fernsehsendungen im Kontext von Essstörungen des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) und des Bundesfachverbandes für Essstörungen e. V. (BFE). Ergänzt werden sie durch ein Kreativprojekt in den Wohngruppen von ANAD e. V. Versorgungszentrum Essstörungen. Die Bewohnerinnen in den ANAD Wohngruppen beschreiben in selbst verfassten Texten und Bildern, wie sie die Krankheit und die Bedeutung von Medien erleben.

Aus den Studienergebnissen und Erfahrungen der Betroffenen ergeben sich konkrete Forderungen an die Medienindustrie für ein kritischeres Fernsehen und einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema Essstörungen.

 

IZI & ANAD e.V. (Hrsg.): Warum seh‘ ich nicht so aus? Fernsehen im Kontext von Essstörungen.
München: Internationales Zentralinstitut für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI), 2016.
ISBN: 978-3-922289-99-9