IZI-Forschung
 
Forschungsschwerpunkt Fernsehfiguren

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Sie stehen im Mittelpunkt der Handlung und oftmals auch der Rezeption: die Figuren des Kinder- und Jugendfernsehens. Wer sind die Helden und Heldinnen der 6- bis 15-Jährigen, was macht sie so attraktiv und wie sind sie in die Identitätskonstruktionen und Lebensbewältigung eingebaut? In diesem Forschungsschwerpunkt wird dies aus nationaler und internationaler Perspektive untersucht.

Literatur:
TelevIZIon 20/2007/2 „Die Helden und Heldinnen der Kinder”
Götz, Maya (Hrsg.): Die Fernsehheld(inn)en der Mädchen und Jungen. Geschlechterspezifische Studien zum Kinderfernsehen. München: kopaed 2013.

Welchen Wert haben Klassiker des Kinderfernsehens für Kinder?

Figuren wie Pippi Langstrumpf, Pumuckl, Wickie und Biene Maja, die zum Teil schon auf ein Jahrhundert Erfolg in der Kinderkultur zurückblicken können, haben für Kinder besondere Bedeutung. Was macht den Wesenskern der Figuren aus der Perspektive der Kinder aus? Eine qualitative Erhebung, die phänomenologisch vorgeht: Mit Kinderzeichnung und offenen Fragen werden Kindern Freiräume angeboten, in denen sie die für sie bedeutsamen Momente der Figur (vorbewusst) herausarbeiten. Der besondere Kniff zur Erhöhung der Möglichkeiten der Selbstreflektion liegt darin, dass Kinder hierbei als Akteure ihrer eigenen biographischen Identitätskonstruktion gesehen werden. Rückblickend auf ihr jüngeres Ich beschreiben sie, was ihnen damals gefallen hat, geben den erinnerten Gebrauchswert an und beurteilen im Sinne des Third-Person-Effekts die Qualität der Figur für jüngere Kinder.

Literatur:
Götz, Maya: Die Biene Maya: nett, helfend und selbstbestimmt. TelevIZIon 28/2015/2, S.88-92.
Haager, Julia Sophie: Was macht Pippi Langstrumpf zum Klassiker? TelevIZIon 28/2015/2, S.77-80.
Holler, Andrea: „Da muss ja der Bauch mitdenken, weil im Kopf gar nicht so viel Platz ist“. Was Pumuckl zum Klassiker macht. TelevIZIon 28/2015/2, S.81-85.
Holler, Andrea: Was Wickie aus Kindersicht zum Klassiker macht. TelevIZIon 28/2015/2, S.93-95.

Von Hannah Montana bis Avatar – die Bedeutung aktueller Lieblingsfiguren für Pre-Teens (2009-2010)

Qualitative Rezeptionsstudien zur Aneignung populärer Formate: analysiert werden erfolgreiche Helden und Heldinnen des Kinder- und Jugendfernsehens wie Avatar, Yu-Gi, SpongeBob, Hannah Montana, Zack und Cody sowie ausgewählte Filme (Highschool Musical, Camp Rock etc.) auf die impliziten Anschlüsse an typische Jungen- und Mädchenthemen.

Literatur:
Götz, Maya; Bulla, Christine: „Wie im wahren Leben.“ Das gespaltene Selbst: Faszination Hannah Montana. In: Maya Götz (Hrsg.): Die Fernsehheld(inn)en der Mädchen und Jungen. Geschlechterspezifische Studien zum Kinderfernsehen, S. 727-759. München: kopaed 2013.
Götz, Maya; Unterstell, Sabrina: „Mehr als nur eine gute Geschichte.“ Tiefe in den Figuren: Faszination Avatar - Der Herr der Elemente. In: Maya Götz (Hrsg.): Die Fernsehheld(inn)en der Mädchen und Jungen. Geschlechterspezifische Studien zum Kinderfernsehen, S. 645-679. München: kopaed 2013.
Bulla, Christine: "Liebe, Musik und Basketball". Pre-Teen-Ideale in Cellophan: Faszination High School Musical. In: Maya Götz: Die Fernsehheld(inn)en der Mädchen und Jungen. Geschlechterspezifische Studien zum Kinderfernsehen. S. 703-726. München: kopaed 2013.

Die Fernsehlieblingsfiguren und ihr Gebrauchswert (2005-2010)

Was macht eine Fernsehfigur zur Lieblingsfernsehfigur? In dieser Studie wird die Theorie des Gebrauchswerts von Fernsehfiguren aus der Sicht der Kinder und Jugendliche weiterentwickelt, quantifiziert und auf repräsentativem Niveau getestet.

Literatur:
Götz, Maya: Die Fernsehfiguren der Kinder. TelevIZIon 20/2007/2, S. 22-27.
Götz, Maya (Hrsg.): Die Fernsehheld(inn)en der Mädchen und Jungen. Geschlechterspezifische Studien zum Kinderfernsehen. München: kopaed 2013.

Die Lieblingsfiguren von Jugendlichen und ihre Bedeutung für die Entwicklung kultureller Identität (2005-2006)

Was heißt Identität für Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund in einem bayerischen Dorf, in Münchner oder Berliner Hochhaussiedlungen oder einer Stadt im Osten Deutschlands? In Einzelfallanalysen geht diese Studie der Identitätskonstruktionen von Jugendlichen nach.

Literatur:
Sebastian Hannawald; Elke Schlote: »… ist halt beides irgendwie meine Heimat« Wie Jugendliche mit Migrationshintergrund ihre Zugehörigkeiten benennen. TelevIZIon 21/2008/1, S.34-38.

Die Bedeutung von Lieblingsfiguren in der Lebensbewältigung von Mädchen und Jungen (2004-2010)

Wenn Kinder sich für eine Fernsehfigur ganz besonders begeistern, kommt ihnen oftmals eine besondere Bedeutung im Leben zu. Wie sieht diese Beziehung von Fernsehfigur und Lebensbewältigung aus? Welche geschlechterspezifischen Tendenzen zeigen sich? Was macht eine Fernsehfigur zur absoluten und bedeutsamen Lieblingsfigur? Anhand von Lebensweltanalysen von 40 Mädchen und 40 Jungen zwischen 9-11 Jahren wird diesen Fragen nachgegangen.

Literatur:
TelevIZIon 19/2006/1, TelevIZIon 20/2007/2 und TelevIZIon 21/2008/E
Götz, Maya (Hrsg.): Die Fernsehheld(inn)en der Mädchen und Jungen. Geschlechterspezifische Studien zum Kinderfernsehen. München: kopaed 2013.

Die Bedeutung von Fernsehfiguren für Jugendliche (2004-2007)

Das Projekt zielt darauf ab, die für Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren relevanten Fernsehfiguren herauszuarbeiten und in ihrer Bedeutung für die Identitätsentwicklung zu verstehen. Die Schwerpunkte liegen dabei auf der Herausbildung von geschlechtlicher sowie kultureller Identität. mehr ...

Literatur:
TelevIZIon 19/2006/1

Die Lieblingsfiguren von Jugendlichen im internationalen Vergleich (2004-2005)

Die Aneignung von Fernsehfiguren kann in engem Zusammenhang mit der Entwicklung einer kulturellen Identität, d.h. von Geschlechtsidentität, ethnischer, religiöser sowie nationaler, lokaler und anderer Identität stehen. Wie sich dies in New York City, Bangalore, Johannesburg und München ausgestalten kann, wird anhand von jeweils 6 Einzelfall-Studien mit Pre-Teens (14-15 Jahre) untersucht.

Literatur:
Divya C. McMillin: "Wenn wir aufhören, uns zu fürchten" Jugendkultur, Gender und Fernsehen in Indien. TelevIZIon 19/2006/1, S.39-43.
Firdoze Bulbulia: Hautfarbe, Klasse und Fernsehvorlieben. Jugendliche in Südafrika -  vier Fallbeispiele. TelevIZIon 19/2006/1, S.50-52.
JoEllen Fisherkeller, Zelda Freud: "Sie ist keine richtige Mutter" Wie Jugendliche in New York Geschlechterrollen mit dem Fernsehen verhandeln. TelevIZIon 19/2006/1, S.45-47.

Die Typen von Fernsehfiguren (2003-2004)

Forschungsleitende Frage dieser Studie war es, wie die Hauptfiguren des deutschen Kinderfernsehens mit dramaturgischen Konflikten umgehen. Auf der Basis der Analyse von 90 Hauptfiguren wurde eine Typisierung herausgearbeitet und anhand von über 400 Figuren auf ihre Verteilung im Kinderfernsehen hin analysiert.

Literatur:
Götz, Maya: Die Hauptfiguren im deutschen Kinderfernsehen. TelevIZIon 19/2006/1, S.4-7.

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