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Der Sternenhimmel Die Mondreise im November

Stand: 01.11.2009

Mond in verschiedenen Phasen

Jeden Monat reist der Mond quer übers Firmament. Da unser Trabant in rund vier Wochen einmal die Erde umkreist, steht er jede Nacht ein Stück weiter östlich am Himmel. In 27,3 Tagen durchläuft er so alle Sternbilder entlang der Ekliptik und hat dabei strahlende Begegnungen.

Lange Vollmondnacht

Vollmond über dem Meer

Am 1. November beginnt der Mond seine Reise um Viertel vor vier nachmittags, gut eine Stunde vor Sonnenuntergang: Da taucht er mit schon fast voller Scheibe im Osten auf. Er zieht in den unscheinbaren Fischen sehr hoch übers Firmament, wie die Sonne im Sommer. Einen Tag darauf ist er im Sternbild Widder 15 Stunden lang über dem Horizont zu sehen - eine der längsten Vollmondnächte des Jahres!

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In der Nacht vom 3. auf den 4. November kommt es zu einer sehenswerten Begegnung: Bei seinem Aufgang gegen fünf Uhr abends ist unser Trabant in der Nähe der Plejaden zu sehen, dem hübschen Siebengestirn. Im Verlauf der Nacht nähert er sich dem Sternhaufen immer weiter an, bis er ihn morgens fast streift.

Inmitten der Winterbilder

In den folgenden Nächten wandert seine schrumpfende Scheibe durch den Stier und steht am 5. November inmitten des Wintersechsecks, umgeben von den hellsten Sternen unseres Himmels. Leider stört er damit den Beginn des Sternschnuppen-Regens der Tauriden. Doch in den folgenden Nächten bessert sich die Situation, denn der Mond geht jetzt jede Nacht später auf und entfernt sich aus den Winterbildern.

Rendezvous mit den Zwillingen

Am 7. November taucht der Mond gegen neun Uhr abends auf, fast zum Halbmond geschrumpft. Er bildet mit den beiden hellsten Zwillingssternen Kastor und Pollux eine strahlende Linie. Vielleicht kommt Ihnen unser Begleiter in dieser Nacht recht groß vor: Er hat auf seiner elliptischen Bahn um die Erde gerade den geringsten Abstand zur Erde.

Beim roten Mars

Sehenswert ist auch der Anblick am Abend darauf: Um Viertel nach zehn geht der Mond am 8. November dicht bei der Krippe im Krebs auf, einem weiteren Sternhaufen. Unter diesem zieht er in der Nacht hindurch und nähert sich einem strahlenden Punkt: unserem rötlich leuchtenden Nachbarplaneten Mars. Der Halbmond in der Nacht darauf erscheint im Frühlingssternbild Löwe. Jetzt hat er sich ganz in die zweite Nachthälfte zurückgezogen, bleibt aber dafür bis nach Sonnenaufgang am Himmel zu sehen.

Treffen mit dem Herrn der Ringe

Der Mond schrumpft in den folgenden Nächten zur dünnen Sichel am Osthimmel. Dort begegnet sie in den Morgenstunden des 12. und 13. November dem Ringplanet Saturn - zunächst steht sie über ihm, am Morgen darauf unter ihm.

Zarte Sichel bei Jungfrau und Venus

Spektakulär ist der Anblick am Morgen des 14. November, wenn eine hauchzarte Mondsichel gegen Viertel vor fünf im Osten aufgeht - ganz dicht bei Spika, dem hellsten Stern des Sternbilds Jungfrau. Bis zur Morgendämmerung steigt das Paar noch steil über dem Horizont auf. Doch das ist die letzte Gelegenheit, unseren Mond zu sehen, bevor er sich als Neumond am Taghimmel versteckt hält. Ein Stück links unter der Mondsichel können Sie vielleicht auch die helle Venus noch einmal entdecken, bevor sie sich ebenfalls zurückzieht.

Ungestörte Sternschnuppennacht

In den kommenden Tagen ist der Mond gar nicht zu sehen: Als Neumond zieht er vor der Sonne vorbei und wird von ihrem Licht überstrahlt. Das ist auch gut so, denn so stört er das Maximum der Leoniden am 17. November nicht, dem vielleicht schönsten Sternschnuppen-Regen des Jahres.

Junger Mond im Schützen

Zarte Sichel des jungen Mondes

Bild vergrößern Bildunterschrift: Zarte Sichel des jungen Mondes

Erst am Abend des 19. November könnte die junge Mondsichel wieder auftauchen, wenn die Sicht zum Horizont klar ist: Dicht darüber steht sie im Westen in der Abenddämmerung und geht bereits um Viertel nach sechs Uhr unter. Doch jeden Abend wird sie jetzt ein Stück höher stehen und etwas später untergehen, während sie durch die lichtschwachen Sternbilder Schütze und Steinbock zieht.

Begegnung mit dem größten Planeten

Am Abend des 23. November ist der Anblick wieder sehenswert, denn jetzt hat der fast schon halbe Mond strahlende Begleitung: Links unter dem Mond leuchtet Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems. Sie werden die beiden Strahlemänner schon in der Abenddämmerung sehen, dann stehen Sie im Süden, nicht sehr hoch über dem Horizont. Um halb elf Uhr abends geht das Paar unter.

Ruhiges Ende der Reise

Der Rest der Mondreise im November verläuft unspektakulär: Ohne bemerkenswerte Begegnungen zieht unser Trabant durch Wassermann und Fische und wächst dabei wieder fast zum Vollmond an. Am Abend des 30. November sehen Sie ihn erneut im Widder, noch ein Stück von den Plejaden entfernt.

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