09.02.2010
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Stand: 01.07.2009
Für Wünschewünscher hat der Juli wieder Sternschnuppen zu bieten - in Schwärmen! Diese Meteoritenschauer entstammen meist dem Schweif von Kometen, die auf ihrer Reise um die Sonne eine Spur aus Staub und Gestein hinterlassen. Auf ihrer Bahn kreuzt die Erde immer wieder diese Schweifrückstände, die beim Eintritt in die Erdatmosphäre als Sternschnuppen verglühen.
Bildunterschrift: Sternschnuppen am Abendhimmel
Schon ab dem 5. Juli sind die Alpha-Capricorniden aktiv. Ihr Maximum haben sie aber erst am 30. Juli. Bei diesem Strom können Sie zwar nur bis zu zwölf Meteore in der Stunde sichten. Doch die hellen Schnuppen ziehen sehr langsam über den Himmel und sind gut zu beobachten. Sie strömen aus dem Sternbild Steinbock, das im Juli etwa um elf Uhr abends im Südosten aufgeht. In diesem Jahr stört der Mond nur wenig, da seine Sichel schon kurz nach Mitternacht verschwindet.
Etwa vom 20. Juli bis 10. August sind die Delta- oder Juli-Aquariden aktiv, benannt nach dem Sternbild Wassermann, in dem ihr Radiant liegt: Von hier scheinen sie auszuströmen, tief am südöstlichen Horizont neben dem Steinbock. Am 28. und 29. Juli hat der Meteoritenstrom sein Maximum mit etwa dreißig recht flotten Sternschnuppen pro Stunde. Auch diese Schnuppen werden nicht vom Mond gestört.
Bildunterschrift: Sternschnuppen stammen oft vom Schweif eines Kometen
Und um den 20. Juli beginnt der berühmte Perseiden-Schauer. Zum Maximum fliegen hier hundert bis dreihundert Schnuppen pro Stunde - doch das ist erst am 13. August. Aber auch Ende Juli können Sie schon einige Perseiden finden. Bis zum 24. August werden diese berühmten Schnuppen immer wieder aufblitzen.
Die Kinderinsel erklärt den kleinen Sternguckern, was Sternschnuppen denn genau sind.
Daneben gibt es im Juli noch viele sehr schwache Ströme, die sich so sehr überschneiden, dass Sie in dunklen, mondfreien Nächten sicher oft die eine oder andere Sternschnuppe sehen werden. Also schnappen Sie sich Ihre Wunschliste und eine Decke - und viel Spaß beim Zählen!
Die Weißen Nächte von Mai bis August haben manchmal ein wunderschönes, seltenes Schauspiel am Abendhimmel zu bieten: In silbrig-blauem Schimmer leuchten Wolken für kurze Zeit auf. Ihre Eiskristalle werden von den letzten Sonnenstrahlen zum Leuchten gebracht. Leuchtende Nachtwolken sind selten, weil ganz besondere Bedingungen erfüllt sein müssen: Erst bei Temperaturen von minus 120 Grad Celsius bilden sich die leuchtenden Wolken. Und nur im Sommer finden sich in rund 80 Kilometern Höhe diese Temperaturen. Damit das Leuchten am dunklen Himmel zu sehen ist, muss die Sonne weit unter den Horizont gesunken sein. Zugleich darf sie aber nicht zu tief stehen, sonst reichen ihre Strahlen nicht mehr zu den Wolken.
Wenn Sie bei der Suche nach Sternschnuppen oder leuchtenden Nachtwolken eine sternklare Nacht erwischt haben, dann bleiben Sie noch ein bisschen: Denn jetzt erstrahlen am Nachthimmel die Sternbilder des Sommers.
Der Sterngucker erklärt, welche kosmischen Abläufe hinter den allabendlichen Phänomenen am Himmel stecken.