10.02.2010
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Bemühungen für eine atomwaffenfreie Welt, Klimaschutz und die Bekämpfung von armutsbedingter Krankheit: Dafür wurden 2009 Preisträger aus Äthiopien, Kongo und Neuseeland mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Der Ehrenpreis ging an den kanadischen Wissenschaftler David Suzuki.
Stand: 27.11.2009
Sie finden Lösungen für die wirklichen Probleme unserer Zeit. Oft wird ihre Arbeit belächelt, bekämpft oder ignoriert. Der Alternative Nobelpreis ehrt und unterstützt diese Menschen, macht sie weltweit bekannt. Im Oktober 2009 gab die Right Livelihood Award Stiftung die Preisträger des diesjährigen Alternativen Nobelpreises bekannt:
Catherine Hamlin aus Äthiopien, Alyn Ware aus Neuseeland und René Ngongo aus der Demokratischen Republik Kongo erhalten die mit jeweils 50.000 Euro dotierten Auszeichnungen. Der undotierte Ehrenpreis geht an den kanadischen Zoologen und TV-Moderator David Suzuki.
"Wir hoffen, dass sich auf diesem Gebiet mit der Politik von US-Präsident Barack Obama neue Fenster öffnen. Insgesamt seien die Preise ein Weckruf, unsere gemeinsame Zukunft zu sichern."
Stiftungs-Direktor Ole von Uexküll
Biologe Ngongo (geboren 1961) setzt sich besonders für den Erhalt des Regenwaldes in seiner Heimat ein, die 85-jährige Gynäkologin Hamlin kümmert sich um die Gesundheit von Frauen in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba und der neuseeländische Pädagoge Ware (geboren 1962) engagiert sich für Friedenserziehung und eine Welt ohne Atomwaffen, indem er im Rahmen der Vereinten Nationen Erziehungsprogramme und Kampagnen zur nuklearen Abrüstung entwickelt.
Bildunterschrift: David Suzuki - für seinen Einsatz im Klimaschutz
Ein Ehrenpreis geht an den kanadischen Umweltschützer David Suzuki (geboren 1936) für seinen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel. Suzuki leitet das in Kanada populäre Wissenschaftsmagazin "The Nature of Things" ("Die Natur der Dinge"). Seit mehr als zwanzig Jahren leistet er Aufklärungsarbeit in Sachen Klimaschutz und den dafür erforderlichen Maßnahmen.
82 Kandidaten aus 46 Ländern wurden nach Angaben der Stiftung in diesem Jahr für den Alternativen Nobelpreis vorgeschlagen.
Bildunterschrift: Jakob von Uexküll, Gründer des Alternativen Nobelpreises
Albert Einstein sagte einmal, eine wirklich gute Idee erkenne man daran, dass ihre Verwirklichung von vornherein ausgeschlossen scheint. Seit 29 Jahren zeichnet der Right Livelihood Award, im Deutschen als "Alternativer Nobelpreis" bekannt, Menschen aus, die solche unmöglichen Ideen verwirklichen und sich für den Schutz der Umwelt, für Menschenrechte und den Frieden einsetzen.
"Der Right Livelihood Award will dem Norden helfen, eine Weisheit zu finden, die zu seiner Wissenschaft passt, und dem Süden, eine Wissenschaft zu finden, die seine alte Weisheit ergänzt."
Jakob von Uexküll
Die Idee, einen alternativen Nobelpreis ins Leben zu rufen, hatte der ehemalige Europa-Abgeordnete Jakob von Uexküll in den 70er-Jahren. Damals reiste er um die Welt, sah die Armut und Umweltzerstörung in den Ländern. Zurück in Stockholm schlug er dem Nobelkomitee vor, auch einen Preis für Umwelt und Entwicklung zu vergeben. Der Plan wurde abgelehnt. Doch von Uexküll hielt an seiner Vision fest, verkaufte seine exklusive Briefmarkensammlung und gründete von dem Erlös über eine Million US-Dollar die Stiftung für Richtige Lebensführung, die bis heute den Alternativen Nobelpreis vergibt. Seit 1980 wurden insgesamt 133 Menschen und Initiativen aus 57 Ländern gewürdigt. In diesem Jahr fanden die Feierlichkeiten am 4. Dezember im schwedischen Parlament in Stockholm statt. Dabei teilten sich drei Auserwählte die Summe von rund 150.000 Euro. Ein weiterer Preisträger erhielt den nicht dotierten Ehrenpreis. Ermöglicht wird die Unterstützung der Preisträger durch Spenden und Vermächtnisse.