09.02.2010
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Stand: 15.01.2009
Nach "micro" in den 80er- und "electronic" in den 90er-Jahren ist "nano" das Technologie-Schlagwort des Jahrzehnts - oder gar des Jahrhunderts. Benannt nach dem griechischen Wort "nanos" für "Zwerg", gilt die Nanotechnologie heute als Zukunftstechnologie schlechthin. Die "Zwergenwissenschaft" bringt Erkenntnisse aus allen Naturwissenschaften zusammen. Nanowissenschaftler bauen Maschinen und Materialien nach, wie es das die Natur selbst tut: Atom für Atom. Nano ist dabei die Dimension, die ein Atom hat. Ein Nano ist ein Milliardstel Meter, ungefähr 2.000 mal dünner als ein Haar.
Nanotechnologie ist die Forschung und Technologieentwicklung auf der atomaren Ebene in einer Größenordnung von einem bis einhundert Nanometern. Sie hat zum Ziel, Strukturen, Geräte und Systeme zu schaffen und zu nutzen, die aufgrund ihrer geringen Größe neue Eigenschaften und Funktionen besitzt.
Bildunterschrift: Macht Atome sichtbar: Rastertunnelmikroskop
Die ersten bedeutenden Ergebnisse wird die Nanotechnologie wohl auf dem Gebiet der Medizin (wo die Technik schon vielfach angewandt wird) und im Bereich der Werkstoffe liefern: Leichte und extrem stabile Materialien, die hundertmal stärker sind als Stahl, können hergestellt werden. Nanoröhren aus Kohlenstoff, die dabei eine große Rolle spielen, werden schon in den nächsten Jahren sehr viel schneller und billiger zu produzieren sein. Sie gelten als mögliche Grundbausteine für Transistoren im Nanomaßstab.
In der schönen neuen Nanowelt scheint alles möglich. Doch wie realistisch sind die Zukunftsprognosen? Oder haben die Mahner recht, die gewisse Horrorszenarien heraufbeschwören? Wo steht die heutige Nanoforschung?
Weiter mit: Aufbruch in die Nanowelt