09.02.2010
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Stand: 27.05.2002
Fälschungen haben in der Paläontologie eine lange Tradition: Um 1725 spielten zwei Professoren in Eiblstadt ihrem Kollegen Johannes Bartholomäus Adam Behringer einen bösen Streich: Sie ließen ihn über 2000 "Fossilien" finden, die extra für ihn geschnitzt worden waren. Behringer schrieb über die "Funde" seine Dissertation.
Bildunterschrift: Fossil mit Saurier-Schwanz und Vogel-Kopf
Aber auch in jüngster Zeit gelangen noch gefälschte Versteinerungen zur Berühmtheit: Erst 1999 gelangte ein sensationelles Fossil über zweifelhafte Wege von China nach Amerika - der Archaeoraptor liaoningensis. Halb Vogel, halb Saurier galt er Paläontologen bald als lang gesuchtes Bindeglied der Evolution von den Sauriern zu den Vögeln. Doch weit gefehlt - schon nach wenigen Monaten brachten Computertomografien die Fälschung ans Licht: Kopf und Oberkörper stammen von einem Urvogel, der lange Schwanz hingegen von einem Saurier. Das Fundstück war aus zwei verschiedenen Fossilien zusammengesetzt.
Manche Fälschungen hingegen entstanden aus Versehen: Der Raubsaurier Praestosuchus erhielt kürzlich einen neuen Kopf. Nach dem Fund wurde nach damaligem Stand der Wissenschaft eine möglichst exakte Rekonstruktion der Schnellechse angefertigt - 80 Jahre lang hatte sie danach den falschen Kopf auf. Jetzt konnten Forscher ihr endlich zu ihrem echten Kopf verhelfen.
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