20.03.2010
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Stand: 28.01.2008
Bildunterschrift: Schulkinder beim Malen
Rudolf Steiner, Philosoph und Pädagoge Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts, begreift das Kind als geistiges Wesen, das seine Wiedergeburt erfahren hat. Daraus resultiert eine Erfurcht vor dem Kind, die weniger danach fragt, was aus ihm werden soll, sondern was es an Fähigkeiten und Anlagen mitbringt. Dies herauszufinden und durch Lernen und Üben das Beste daraus zu machen, ist Aufgabe des Lehrers.
Acht lange Jahre werden Waldorfschüler von ein und demselben Lehrer unterrichtet. Künstlerische und handwerkliche Fächer stehen dabei im Vordergrund. Ein Staatsexamen brauchen nur die Fachlehrer, die dann in der Oberstufe zusätzlich für die abiturrelevanten Fächer zuständig sind.
Bundesweit einmalig ist das System ohne Noten. Durchfallen kann keiner. Alle lernen gemeinsam. Ab der ersten Klasse stehen Englisch und Französisch auf dem Stundenplan. Klassenspiele, die ein halbes Jahr lang vorbereitet werden, sind ebenfalls wichtiger Bestandteil der Steiner'schen Lehre.
Einen Teil des kindlichen Wesens berücksichtigt der in der Philosophie Steiners geschulte Lehrer besonders: die Temperamente. So wird kein Melancholiker neben einen Choleriker gesetzt und auch im Unterricht werden die Temperamente der Kinder berücksichtigt.
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