BR-online (zur Startseite)
Bayerischer Rundfunk

BR-Navigation

Informationen Anmeldung Lernen Fächer Kollegtage Prüfungen Kommunikation
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>
>

Medienkompetenz:
4. Internet - Nutzung und Informationsgewinn

Zusammenfassung Fakten Nachgefragt Dichter & Denker
Kontrovers Übung Literatur Links
zur Übersicht "Medienkompetenz"

Ausgewählte Literatur zu Nutzung und Informationsgewinn Internet

Hans Magnus Enzensberger. Das digitale Evangelium. Spiegel Nr. 2, 2000 vom 10.1.2000. Stilistisch elegant und nüchtern geht der ehemalige Kursbuch-Herausgeber in diesem Essay mit den "digitalen Heilsverkündern" genauso ins Gericht wie mit den "Apokalyptikern". Beide zeichnen sich dadurch aus, dass sie "gegen die Tatsachen immun" sind. Delikat an dieser lesenswerten Kritik ist, dass sich die digitalen Propheten ausgerechnet auf die emanzipatorische Medientheorie berufen, die Enzensberger selbst 1970 im Kursbuch 20 unter dem Titel "Baukasten zu einer Theorie der Medien" gefordert hat.

Hans Magnus Enzensberger. Baukasten zu einer Theorie der Medien. in: Kursbuch 20, Frankfurt a.M. 1970.

Hilmar Hoffmann (Hg.) Deutsch global. Neue Medien Herausforderungen für die Deutsche Sprache? Köln 2000. Hier werden die Möglichkeiten der neuen Medien skeptisch beleuchtet: Droht eine Verhunzung der deutschen Sprache durch die Dominanz des Angloamerikanischen im Netz? Welche Chancen hat die deutsche Kultur im und durch das Internet?

Gabriele Hooffacker. Informationen gewinnen im Internet. Zielgenau suchen und auswerten. Reinbek bei Hamburg. 2000. Welche Datenbanken sind kostenfrei, welche Suchmaschinen und Metasuchmaschinen bieten sich bei welchen Themen an? Hier findet man viele Tipps zur Internet-Recherche und – denn mit dem Finden ist es ja noch längst nicht getan – zum Archivieren und Auswerten der gefundenen Informationen.

Eberhard Lämmert. Der Kopf und die Denkmaschinen. In: Sybille Krämer. Medien, Computer, Realität. S. 95-118. Lämmert reflektiert das problematische Verhältnis von "maschinellem und menschlichem Denkvermögen" im Lichte der Überschussproduktion von Information. Überzeugend führt er zudem vor, welche neuartigen Fähigkeiten und Fertigkeiten das Lesen eines Hypertextes verlangt.

Peter Schlobinski, Jens Runkehl, Torsten Siever. Sprache und Kommunikation im Internet. Opladen 1998. Das Cover, ein Kompass, verrät schon, worum es hier geht. Das Buch will Orientierung bieten beim Umgang mit dem Internet, dem Leitmedium dieses Jahrhunderts. Es vermittelt die Basics der elektronischen Kommunikation (Wie entziffere ich eine E-Mail-Adresse? Was bedeuten die Smileys und Akronyme der Chatter, ihre Geschichte und viel technisches Know-how über Provider, Browser etc. Vor allem aber reflektiert es an konkreten Beispielen (wenn man allen Links dieses Buches folgt, dauert die Lektüre lange), wie sich unsere Kommunikation und Sprache durch das Netz verändert.

Dieter E. Zimmer. Die Bibliothek der Zukunft. Text und Schrift in den Zeiten des Internet. Hamburg 2000. Mit gesundem Menschenverstand, seinen fundierten Erfahrungen mit digitalen Medien, mit aussagekräftigen Feldstudien, Statistiken und einschlägiger Kenntnis der Rechtslage prüft der renommierte ZEIT-Autor Zimmer hier nüchtern Anspruch und Wirklichkeit des neuen Mediums. Ein anregendes, sehr informatives Buch, das Basics in Sachen Computer und Netz vermittelt, kritisch die bisherigen Versuche der Hypertext-Schriftsteller unter die Lupe nimmt und mit einer Reihe von ausgewählten und kommentierten Links für Orientierung sorgt in der digitalen Informationsflut.

weiterLinks

 
Stand: 03.07.2010