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Das Sommerdreieck
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Sommerhimmel


Sternkarte mit Milchstraße
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Sommer-Milchstraße

Sternbilder im Sommer über Bayern

Im Sommer dominieren drei strahlende Sternbilder den Nachthimmel: Hoch im Süden stehen in den Stunden um Mitternacht (MEZ) Schwan, Leier und Adler. Ihre hellsten Sterne bilden das Sommerdreieck: Deneb im Schwan, Wega in der Leier und Atair im Adler. Dieses Dreieck ist deutlich kleiner als das Frühlingsdreieck, aber dafür viel markanter. Deneb ist fast im Zenit über Ihnen, Wega nur knapp daneben und die untere Spitze mit Atair weist nach Süden. Alle drei Sterne sind so hell, dass Sie sie schon in der Dämmerung entdecken können.

Jetzt fällt auch das breite Band der Milchstraße auf: Schwan und Adler fliegen förmlich auf ihm entlang. Im Süden beginnt der helle, etwa 30 Grad breite Streifen bei den Sternbildern Schild, Schütze und Skorpion. Von hier steigt er fast senkrecht empor, verläuft durch den Zenit und streift im Norden Kassiopeia und Perseus. Es sind Spiralarme unserer Galaxie, die Sie hier erblicken - Sternballungsgebiete. Mit einem Teleskop bewaffnet können Sie hier viele Objekte entdecken, die für die Innenbereiche einer Galaxie typisch sind, wie Nebel und Offene Sternhaufen.

Das Sommerdreieck

Sommerdreieck
Leier
Schwan
Adler
weitere Sommerbilder
Herkules
Schlangenträger
Schlange
Skorpion
Schild
Schütze
Steinbock
Wassermann
Südliche Fische
Füllen
Delphin
Pfeil
Füchschen
Eidechse
Kepheus

Schon ab Mitte April tauchen Leier und Schwan nach Sonnenuntergang allmählich tief aus dem Norden auf. Mitternachts sind sie dann bereits gut zu sehen. Im Sommer dagegen steht das ganze Dreieck nach Sonnenuntergang schon hoch im Südosten, Ende August sogar schon an seinem höchsten Punkt. Als erstes werden Sie wohl die Wega im Sternbild Leier sehen: Der bläulich-weiß schimmernde Stern ist der hellste am Sommerhimmel. Links neben ihr fliegt der Schwan mit weit ausgebreiteten Flügeln auf der Milchstraße dahin: Das kreuzförmige Sternbild finden Sie leicht wieder, wenn Sie es einmal kennen. Der Adler darunter ist etwas schwieriger, aber über seinen hellen Stern Atair gut zu finden. Die drei Bilder kulminieren fast gleichzeitig Mitte Juli: Der Adler ist jetzt um Mitternacht genau an seinem höchsten Punkt im Süden, die Leier hat ihn soeben überschritten und der Schwan erreicht ihn gerade. Bis zum Sonnenaufgang ist das Dreieck sichtbar.

Rings um das Sommerdreieck

Zwischen Schwan und Adler tummeln sich ein paar kleine Sternbilder: Den Pfeil werden Sie an seiner markanten Form schnell erkennen, auch der Delphin ist leicht auszumachen. Das Füllen und das Füchschen rechts und links davon sind eher unscheinbar. Von Mitte Juli bis Mitte August stehen diese Bilder am höchsten.

Rechts vom Sommerdreieck prangt Herkules, daneben sind auch die Frühlingsbilder Bärenhüter und Nördliche Krone noch zu sehen. Darunter trägt der große Schlangenträger die Schlange nach Westen. Ihr Kopf ist rechts von ihm, links ragt ihr Ende fast bis zum Adler. Die beiden Bilder sind Anfang Juni an ihrer höchsten Position am südlichen Himmel. Darunter strahlt der helle Kopf des Skorpions mit seinem roten Riesenstern Antares. Weiter nach Osten ziehen sich am Horizont die Tierkreisbilder Schütze, Steinbock und Wassermann. Sie sind schwerer auszumachen, da sie immer sehr tief stehen und nur wenige helle Sterne besitzen. Den Schützen und das kleine Schild darüber können Sie am besten Anfang Juli sehen, Steinbock und Wassermann jedoch erst im August. Unter dem Wassermann tauchen dann auch die Südlichen Fische am Horizont auf. Weit oben über dem Wassermann liegt das markante Zickzack der Eidechse auf der Milchstraße, darüber Kepheus. Dieses zirkumpolare Bild ist Ende August gut zu beobachten, da es seine höchste Stellung fast erreicht hat. Damit geht der Sommer schon zu Ende: Im Osten rückt mit Pegasus das Herbstviereck heran.

Im Herbst weist die Spitze des Sommerdreiecks mit Atair nach Westen und geht nach Mitternacht allmählich unter. Die Leier mit der hellen Wega finden Sie jedoch noch den ganzen Winter lang am frühen Abend. Und Deneb, der hellste Stern des Schwans, erreicht den Horizont nie: Er ist zirkumpolar, steht dann jedoch sehr tief im Norden.