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Sternbild Krebs
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Krebs

Krebs / Cancer (Cnc)

In den ersten Monaten des Jahres können Sie am Abendhimmel das Sternbild Krebs genauer betrachten, auch wenn es neben den strahlenden Winterbildern fast verblasst. Es liegt auf der Ekliptik zwischen dem Frühlingsbild Löwe und den Zwillingen und gehört damit zu den zwölf Tierkreisbildern. Anfang Februar kulminiert der Krebs, erreicht also um Mitternacht seine höchste Position am südlichen Himmel.

Weil vor rund zwei Jahrtausenden die Sonne zum Zeitpunkt der Sommersonnenwende genau in diesem Sternbild stand, spricht man auch heute noch vom "Wendekreis des Krebses", über dem die Sonne an diesem Tag im Zenit verläuft.

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Die griechische Mythologie erzählt, wie der Krebs an den Sternenhimmel gelangte: Die schöne Hera, die Frau des Zeus, verfolgte erbittert den Helden Herakles (Herkules), den unehelichen Sohn ihres Göttergatten. Als der Held gegen die Hydra (Wasserschlange) kämpfte, schickte sie ihm den gefährlichen Krebs, der ihn in die Ferse stach. Obwohl Herakles den Stich überlebte und den Krebs zertrat, versetzte Hera das Tier aus Dankbarkeit ans Firmament, ganz nah zum Sternbild Wasserschlange, wenn auch weit von Herkules entfernt.

Krippe im Krebs  

Sternhaufen Krippe im Krebs
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Krippe im Krebs

In dem eher kleinen Sternbild gibt es keine helleren Sterne als solche der dritten Größenklasse. Zwischen den strahlenden Zwillingen und dem prächtigen Löwen geht es daher eher unter. Trotzdem ist es leicht zu erkennen: Ein diffuser Lichtfleck schimmert in seiner Mitte - die Krippe im Krebs. 1610 erkannte erstmals Galileo, dass es sich bei diesem Fleck um einen ganzen Haufen von Sternen handelt - vierzig davon zählte der Astronom der Renaissance. Heute schätzt man die Zahl in diesem Offenen Sternhaufen auf 200 bis 350 Sterne, über 700 Millionen Jahre alt und mehr als 500 Lichtjahre von uns entfernt. Damit ist der Sternhaufen viel weiter weg als die anderen Sterne des Krebs, die nur rund 150 bis 300 Lichtjahre entfernt sind. Die Krippe wird auch Praesepe oder Bienenstock genannt (Messier-Objekt M44) und ist einer der größten Offenen Sternhaufen - am Firmament etwa dreimal so groß wie der Vollmond. Sie können die Krippe also leicht mit bloßem Auge erkennen und schon mit einem Fernglas gut beobachten. In einem lichtstarken Teleskop finden Sie hinter dem Sternhaufen noch einige Galaxien, doch sie sind recht klein und schwach.