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Sonnenstand zur bürgerliche Dämmerung

Bewegung der Erde um die Sonne und um die eigene Achse

Jahreszeiten am Himmel

Jede Jahreszeit hat auch ihren typischen Nachthimmel zu bieten. Das Firmament sieht im Sommer völlig anders aus als im Winter. Kennen Sie den Sternenhimmel nur zu einer bestimmten Jahreszeit, werden Sie ihn kaum wieder erkennen, bis auf wenige Sternbilder.

Wanderung der Sterne

Die Sterne vollführen jede Nacht ihre Wanderung über den Himmel: Sie gehen im Osten auf, steigen hoch an den südlichen Himmel und gehen im Westen wieder unter - wie die Sonne tagsüber. Diese scheinbare Bewegung wird durch die Drehung der Erde um ihre eigene Achse hervorgerufen. Zusätzlich vollführen die Sterne diese Bewegung noch ein weiteres Mal im Verlauf eines Jahres - durch die Drehung der Erde um die Sonne.

Sternbild Orion

Nur im Winter zu sehen: Orion

Was wir im Sommer als Nachthimmel sehen, ist im Winter unser Taghimmel - und umgekehrt. Der Ausschnitt des Firmaments, den wir nach Einbruch der Dunkelheit sehen können, rückt Nacht für Nacht nach Westen, weil die Erde um die Sonne wandert. Nach rund 365,25 Tagen hat die Erde wieder die gleiche Position erreicht - die Sterne stehen wieder wie ein Jahr zuvor (abgesehen von der Eigenbewegung der Sterne, die für uns Sterngucker allerdings keine Rolle spielt).

Die Bewegung der Erde lässt die Sterne jeden Abend etwas früher aufgehen: Ein Stern, der Anfang Januar um Mitternacht über den Horizont steigt, zieht einen Monat später schon um zehn Uhr abends herauf. Ein Sternbild, dass am Monatsanfang bei Einbruch der Dunkelheit noch über dem Horizont im Westen steht, ist am Monatsende schon untergegangen.

Große oder kleine Kreise

Doch nicht alle Sternbilder wandern gleich: Manche drehen nur einen kleinen Kreis im Norden, andere schlagen einen großen Bogen über den südlichen Himmel, manche tauchen nur kurz tief im Süden auf. Das liegt an unserem eigenen Standort - der Breitengrad sorgt dafür, wie sich die Sternbilder über Bayern bewegen.

Zeit der Jahreszeiten

Jahreszeiten im Wechsel

Jahreszeiten im Wechsel

So sind die zirkumpolaren Bilder eines Standortes immer zu sehen, stehen aber zu verschiedenen Zeiten hoch am Himmel oder tief am Nordhorizont. Die anderen Sternbilder bilden die typischen Jahreszeiten am Himmel - sind aber auch zu anderen Zeiten zu sehen: Die Frühlingsbilder etwa tauchen schon in den Morgenstunden im Winter auf, stehen im Frühling hoch im Süden und sind im Sommer noch im Westen zu finden. Umgekehrt können Sie in einer langen Winternacht fast alle Jahreszeiten am Firmament erblicken: Am frühen Abend steht das Sommerdreieck tief im Westen, das Herbstviereck noch hoch. Im Lauf der Nacht zieht das Wintersechseck heran und früh morgens taucht das Frühlingsdreieck schon auf.