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Meteore - kleine Geschosse mit großer Leuchtkraft

Asteroid

Es kommt vor, dass kleinere Asteroiden, besonders Erdbahnkreuzer mit exzentrischen Bahnen, tatsächlich unsere Erde treffen. Doch unsere Atmosphäre schützt uns: Die meist porösen Gesteinsbrocken zerbersten beim Eintritt und verglühen ganz oder teilweise. Den Lichtstrahl, der bei ihrem Eintritt in die Atmosphäre entsteht, nennt man Meteor ("Himmelserscheinung"). Das eintretende Objekt wird auch als Meteorid bezeichnet. Bruchstücke, die tatsächlich noch die Erdoberfläche erreichen, heißen Meteoriten.

Sternschnuppen

Meteor am Nachthimmel
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Meteor am Nachthimmel

Der Leuchteffekt beim Atmosphäreneintritt entsteht dabei übrigens nicht durch die Explosion des Meteoriden. Es sind Elektronen unserer Atmosphäre, die in einer Höhe von rund hundert Kilometern durch die Bewegungsenergie des eindringenden Körpers zum Leuchten angeregt werden. In vielen Fällen ist diese Erscheinung das Einzige, was wir wahrnehmen: ein Sternschnuppenschauer am nächtlichen Himmel, bei dem alle eintretenden Objekte in der Atmosphäre verglühen. Denn auch Sternschnuppen sind nichts anderes als Meteore. Allerdings nennt man sie nur Sternschnuppen, wenn sie ohne Rest verglühen und ihre scheinbare Helligkeit -4 mag nicht übersteigt.

Kosmische Bomben

Nördlingen

Die Stadt Nördlingen

Meist sind Meteoriten klein - nur bis 15 Kilogramm schwer. Doch wie Projektile einer Waffe entwickeln sie eine immense Wucht, wenn sie einschlagen - bis zu 100.000 Stundenkilometer schnell. Dann hinterlassen schon kleinere Körper gewaltige Einschlagkrater in unserer Landschaft: Das Nördlinger Ries mit 25 Kilometern Durchmesser entstand vor 15 Millionen Jahren durch dein Einschlag eines Meteoriten, der vermutlich einen Durchmesser von einem Kilometer hatte. 15-mal größer war der Meteorit, der den Chicxulub-Krater an der Nordküste der Yucatán-Halbinsel in Mexiko schuf - den drittgrößten Krater der Erde mit über 180 Kilometern Durchmesser.

Meteorit aus Bayern

Dieser Meteorit traf 2002 in Bayern ein

Begehrte Brocken

Doch in den meisten Fällen sind die Meteoriten glücklicherweise sehr viel kleiner. Gefundene Bruchstücke sind begehrt - nicht nur bei Sammlern, sondern auch in der Wissenschaft: Schließlich künden die Gesteinsbrocken in ihrer Zusammensetzung von den Stoffen, aus denen unser Sonnensystem im Anfang entstand. Insgesamt erreichen die Erde bis zu 40 Tonnen Materie aus dem Weltraum - jeden Tag. Meist jedoch nur noch als kosmischer Staub.