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Die Mondphasen - von der Sichel zum Vollmond

Mondphasen
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Mondphasen im rechten Licht

Jeden Monat durchläuft der Mond seine Phasen vom Neumond über eine zunehmende Sichel, den Halbmond bis hin zum Vollmond und zurück. Dieser Phasenwechsel entsteht, weil die Mondkugel immer nur zur Hälfte von der Sonne angestrahlt wird. Wir sehen oft nur einen Ausschnitt dieser beleuchteten Halbkugel, abhängig von unserem Winkel zu Sonne und Mond: Steht der Mond genau zwischen Erde und Sonne, dreht er uns die unbeleuchtete Seite zu und wir können ihn nicht sehen - es ist Neumond. Steht er im rechten Winkel zur Sonne, sehen wir den Halbmond. Und der Vollmond steht der Sonne genau gegenüber.


Mond im aschgraunen Licht

Mondscheibe im aschgrauen Licht

Der Vollmond befindet sich daher auf der Nachtseite der Erdkugel, während der abnehmende Mond gegen Morgen am Himmel steht. Neumond ist immer tagsüber und die zunehmende Sichel finden Sie am frühen Abend. Übrigens: Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass bei sehr dünner Mondsichel plötzlich auch die restliche, eigentlich unbeschienene Mondscheibe schwach leuchtet? Der Mond scheint im "aschgrauen Licht". Und das stammt von der Erde: Sie reflektiert so viel Sonnenlicht, dass es den Mond beleuchtet - so wie umgekehrt das Mondlicht unsere Nächte etwas erhellt.

Synodischer Umlauf

Mondphasen (Animation)

Mondphasen

Bis zur gleichen Mondphase, von Vollmond zu Vollmond, braucht der Mond 29,53 Tage. Nach 29 Tagen, 12 Stunden und 44 Minuten kehrt er der Sonne wieder genau die gleiche Seite zu. Das ist die Lunation, seine synodische Umlaufzeit im Bezug auf die Sonne. Sie ist etwas länger als seine siderische Umlaufzeit um die Erde, da er sich ja mit der Erde auf ihrem Weg um die Sonne mitbewegt. Wenn er nach 27,32 Tagen die Erde einmal umrundet hat, ist diese ja auf ihrer Kreisbahn um die Sonne weiter gewandert - und steht in einem anderen Winkel zu ihr. Der Mond muss noch ein Stück weiter wandern, um wieder im gleichen Winkel zu Erde und Sonne zu stehen.

Anomalistischer Umlauf - mal nah, mal fern der Erde

Es gibt noch eine weitere Umlaufzeit des Mondes, denn seine Bahn um die Erde ist elliptisch. Im Schnitt ist er 384.403 Kilometer von der Erde entfernt. Er kann sich aber bis auf 356.410 Kilometer annähern oder auf 406.740 Kilometer entfernen - ein Unterschied von rund 50.000 Kilometern. Diese Extrempunkte seiner elliptischen Bahn, die so genannten Apsiden, nennt man Perigäum (Erdnähe) und Apogäum (Erdferne). Bis der Mond vom Perigäum über sein Apogäum wieder im Perigäum ankommt, vergehen 27,55 Tage - seine anomalistische Umlaufzeit (27 Tage, 13 Stunden, 19 Minuten). Übrigens entfernt sich der Mond ganz allmählich von der Erde - um durchschnittlich 3,8 Zentimeter pro Jahr. Bis durch die langsam wachsende Distanz allerdings die Dynamik des Doppelsystems Erde-Mond gestört wird, werden einige Hundert Millionen Jahre vergehen.