Einen knappen Monat braucht der Mond, um die Erde einmal zu umrunden - daher haben Mond und Monat ihre so ähnlichen Namen. Ursprünglich wurde der Kalender nach dem Mond gerechnet, im Althochdeutschen hatten Mond und Monat die gleiche Bezeichnung. Doch wie lange der Mond tatsächlich für "eine Runde" braucht, kommt auf das Bezugssystem an. Der Mond hat verschiedene Umlaufperioden: Die siderische, synodische, anomalistische oder drakonitische Umlaufzeit.
Bezogen auf die Fixsterne umrundet der Mond die Erde einmal in 27,32 Tagen (27 Tage, 7 Stunden, 43 Minuten). Dann kommt er wieder an der gleichen Position am Sternenhimmel an, vor dem gleichen Sternbild. Das ist seine siderische Umlaufzeit. In diesen 27,32 Tagen durchläuft er den ganzen Sternenhimmel entlang der Ekliptik, von Sternbild zu Sternbild durch den Tierkreis. In jeder Nacht begegnet er so anderen Sternen oder Planeten und führt Sie über den Sternenhimmel.