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Die Gezeitenkraft des Mondes

Schäumende Wellen

Der Mond ist zwar im Verhältnis zur Erde eher klein, doch als fester Partner im Doppelsystem Erde-Mond übt er auf uns sichtbaren Einfluss aus: Er ist die wesentliche Kraft, die Ebbe und Flut hervorbringt. Eine Tide - vom ansteigenden Meerespegel der Flut bis zum Tiefstand bei Ebbe - dauert rund zwölf Stunden. Den Höhenunterschied nennt man Tidenhub. Jeden Tag verschieben sich die Zeiten von Ebbe und Flut um rund 50 Minuten - weil der Mond auf seiner Wanderung jeden Tag ein wenig später auf- und untergeht.

Steht auch noch die Sonne auf einer Linie mit Erde und Mond - bei Neu- oder Vollmond, verstärken sich die Gezeitenkräfte - der Tidenhub wird besonders groß, es kann zu Springfluten kommen, die an manchen Orten bis zu 21 Metern betragen. Auch im Perigäum des Mondes, wenn er in größter Erdnähe steht, ist der Tidenhub größer.

Wattenmeer bei Ebbe

Es gibt übrigens immer zwei Flutberge zugleich: Einen auf der dem Mond zugewandten Seite der Erde, der durch die Anziehungskraft des Mondes hervorgerufen wird, einen zweiten auf der entgegengesetzen Seite. Dieser entsteht durch die Fliehkraft, die auf die Erde wirkt, weil sie sich um den Schwerpunkt des Doppelsystems Erde-Mond bewegt. Und nicht nur in Ozeanen oder anderen großen Gewässern sind die Gezeiten zu spüren: Selbst die Erdkruste wird durch die Gravitationskraft des Mondes periodisch leicht angehoben - um bis zu 32 Zentimeter.