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Hell, groß & nah - der Mond als Gestirn

Detailreiche Mondfläche
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Oberfläche voller Details

Der Mond ist das nächste Objekt zur Erde - im Schnitt 384.403 Kilometer von uns entfernt. Das vom Mond reflektierte Licht braucht nur 1,28 Sekunden zu uns (das der Sonne dagegen über acht Minuten). Zum Vergleich: Unser Nachbarplanet Venus ist selbst bei kleinstem Abstand hundertmal weiter weg, die Sonne sogar 400-mal. Unser nächstgelegene Fixstern, Alpha Centauri, ist 4,3 Lichtjahre entfernt - über hundert Millionen Mal weiter als der Mond. Seine große Nähe macht ihn zum spannenden Beobachtungsobjekt. Schon mit bloßem Auge sieht man die Zeichnung seiner Oberfläche. Mit dem Fernglas können Sie Einzelheiten wie seine Krater, "Meere" oder Berge ausmachen.

DSternbild
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Riesiges Gestirn

Durch seine Nähe scheint der Mond auch so groß - obwohl er in Wirklichkeit eines der kleinsten sichtbaren Objekte ist. Seine scheinbare Größe am Firmament beträgt etwa ein halbes Grad - wie die der Sonne. Damit ist der Mond rund 30-mal größer als die Venus in ihren strahlendsten Zeiten!

Der Mond ist zudem eines der hellsten Objekte am Himmel: Als Vollmond erreicht er eine scheinbare Helligkeit über -12,7 mag - er strahlt fast 26.000-mal mehr Licht zur Erde als Sirius, der hellste Stern. Nur die Sonne mit -26,7 mag ist noch heller. Als Halbmond erreicht er noch etwa -10 mag und ist damit um zwei Größenklassen "geschrumpft". Dabei leuchtet der Mond - im Gegensatz zur Sonne und den anderen Sternen - nicht selbst. Wie die Planeten reflektiert er nur das Licht der Sonne - und das sogar ziemlich schlecht: Seine Albedo (sein Rückstrahlvermögen) liegt bei nur 0,07 - er reflektiert nur sieben Prozent des Sonnenlichts. Die Venus hat dagegen eine Albedo von 0,76 - sie reflektiert rund Dreiviertel des auf sie fallenden Sonnenlichts. Und die Erde hat immerhin noch eine Albedo von 0,39.