Sie befinden sich hier:
Unternavigation:
Hauptinhalt

Drachenpunkte - wo Sonne oder Mond gefressen werden

Finsternisse in den Drachenpunkten
Vergrößerung des Bildes

Drachenpunkte und Finsternisse

Die Drachen- oder Knotenpunkte des Mondes spielen eine entscheidende Rolle für die Entstehung von Sonnen- und Mondfinsternissen: Denn sie können sich nur ereignen, wenn der Mond annähernd auf der gleichen Ebene wie Sonne und Erde liegt - der Ekliptik. Er erreicht diese auf seiner geneigten Bahn regelmäßig in einem der beiden Knotenpunkte. Damit eine Sonnenfinsternis zustande kommt, muss sich dieser Knotenpunkt jetzt aber auch noch zwischen Sonne und Erde befinden. Das passiert etwa zweimal im Jahr, dann fällt der Schatten des Mondes auf die Erde. Es genügt, dass der Mond dabei in der Nähe seines Knotenpunktes steht, damit sein Schatten nördlich oder südlich des Äquators auf die Erde fällt.

Die nächsten Sonnenfinsternisse (SF)
26.02.2017 ringförmige SF über Chile, Argentinien und Teilen Afrikas; partiell über Südamerika, Atlantik, Afrika und Antarktis
21.08.2017 totale SF in den USA; partielle SF über Nordamerika, Teilen Südamerikas und dem Atlantik
18.02.2018 partielle SF über der Antarkits, dem Pazifik und dem Süden Südamerikas
13.07.2018 partielle SF über dem Süden Australiens
11.08.2018 partielle SF über Grönland, Nordeuropa und dem Norden Asiens

Da die Mondbahn etwas unregelmäßig ist, ereignen sich die zwei Sonnenfinsternisse nicht immer zu gleichen Zeit, sondern jedes Jahr etwas früher. Die Mondknoten wandern langsam um die Erde herum. Genau nach 18 Jahren, elf Tagen und acht Stunden (bei vier Schaltjahren) bzw. nach 18 Jahren, zehn Tagen und acht Stunden (bei fünf Schaltjahren) ergibt sich wieder die genau gleiche Stellung von Erde, Sonne und Mond. Sonnen- und Mondfinsternisse wiederholen sich also nach exakt dieser Zeitspanne, die Saroszyklus oder -periode genannt wird. Dann sind zugleich 223 synodische und 242 drakonitischen Monate vergangen: Der gleiche Knotenpunkt wird in der gleichen Mondphase erreicht.

Eine Sonnenfinsternis gibt es also immer nur bei Neumond - der Mond befindet sich zwischen Erde und Sonne. Und nur bei Vollmond kommt es zur Mondfinsternis, wenn die Erde zwischen Mond und Sonne steht. Zugleich muss der Mond etwa im Mondknoten stehen. Doch dass jetzt der "Drache" tatsächlich Mond oder Sonne "fressen" kann, liegt am besonderen Verhältnis von Sonne und Mond.