Manchmal ist es eine zufällige Begegnung mit den Sternen, auf einer Heimfahrt Überland, vor der Skihütte, vielleicht sogar vom eigenen Balkon. Doch wenn Sie ausziehen, um den Sternenhimmel zu betrachten, sollten Sie sich den Zeitpunkt gut überlegen: Wann wird an diesem Abend die Sonne untergehen? Wann ist die letzte Dämmerung vorbei und wirklich schwarze Nacht, so dass Sie auch lichtschwache Sterne oder Nebel entdecken können?
Erkundigen Sie sich auch, wie das Wetter wird - schon Dunst reicht aus, um das Vergnügen zu trüben. Je klarer die Nächte, umso weniger flimmern die Sterne - diese so genannte Szintillation stört sonst, etwa wenn Sie Doppelsterne beobachten wollen. Steht in der geplanten Nacht etwa der Vollmond hoch am Himmel und überstrahlt viele Sterne? Oder bietet seine hauchzarte Sichel neben einem hellen Planeten umgekehrt einen reizvollen Anblick? Wann geht der Mond auf, wann unter?

Das Lichtermeer einer Stadt bei Nacht
Ihr Beobachtungsplatz ist besonders wichtig. In der Stadt werden Sie nur wenige Sterne entdecken können, hier wird es nicht dunkel genug. Aber auch in kleinen Orten ist heute oft die Lichtverschmutzung so groß, dass die Sternbeobachtung unmöglich ist. Sie werden schnell feststellen, dass schon eine einzelne Straßenlaterne Sie gewaltig stört. Also: Ab aufs Land, weg von jedem künstlichen Licht! Oder noch besser: in die Berge! Denn dort entfliehen Sie auch allem Smog und Dunst. Sie sollten sowieso möglichst einen erhöhten Standort wählen - besonders, wenn Sie tiefstehende Sterne oder andere Phänomene in Horizontnähe sehen wollen.