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Sternhaufen - wo tausend Sternlein steh'n

Kugelsternhaufen NGC 6397
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Ein Kugelsternhaufen

Sterne treiben selten beziehungslos durch's All.
Fast alle gehören zu großen Sternsystemen - den Galaxien. Manche bilden noch kleine Minisysteme - Doppel- oder Mehrfachsterne, die umeinander kreisen wie in unserem Sonnensystem die Planeten um die Sonne. Andere bilden noch weitaus größere Systeme aus hunderten oder gar tausenden Sternen, die miteinander "verwandt" sind - die Sternhaufen. Unter Sternguckern sind sie beliebt, denn sie belohnen selbst den ungeübten Blick durchs Fernglas - wunderschöne, strahlende Objekte der Nacht.

Sippschaften

Die dichtstehenden Sterne eines Haufens gehören nicht nur optisch zueinander. Sie bilden auch ein physikalisches System: Die Sterne eines Haufens sind gemeinsam aus der gleichen Molekülwolke entstanden und daher etwa gleich alt. Typisch für eine Sippe wirken sie kräftig aufeinander ein: Sie sind durch ihre Gravitationskräfte aneinander gebunden und bewegen sich gleich schnell in die gleiche Richtung.

Dabei gibt es zwei sehr verschiedene Typen von Sternhaufen: Offene Sternhaufen sind lockere Systeme junger Sterne, die meist nicht sehr weit von uns entfernt sind. Die Plejaden und Hyaden gehören zu ihren bekanntesten Vertretern. Doch auch der Große Wagen ist Teil eines Offenen Sternhaufens. Dagegen sind Kugelsternhaufen sehr weit entfernte Sternsysteme aus sehr alten Sternen, die hell strahlen. Einen der schönsten finden Sie im Sternbild Herkules: das Messier-Objekt M13.