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Reiseführer für Sterbende - Das Tibetische Totenbuch
Glossar
Ars moriendi
"Die Kunst, (fromm) zu sterben“ wurden Erbauungsbücher des späten Mittelalters genant, die auf den Tod vorbereiteten.

 
Bardo
Das tibetische Wort bezeichnet einen "Zwischenzustand", die Bardo-Lehren stellen vier Übergangsrealitäten vor: Leben, Sterben und Tod, den Nachtodzustand und die Wiedergeburt.

 
Bardo Thödol
Titel des "Tibetischen Totenbuches", eine Sammlung buddhistischer Lehrtexte, eine Art Reiseführer durch Zustände nach dem Tod. Es enthält präzise Anweisungen, wie sich ein Buddhist in der Sterbephase verhalten soll.

 
Buddha
Der "Erleuchtete", der "Erwachte". Ein Mensch, der das höchste Ziel, die Erleuchtung erreicht hat. Oft synonym für die historische Gestalt des Gautama Siddartha (5./ 4. Jhd. v. Chr.) gebraucht.

 
Buddhismus
Eine der fünf großen Weltreligionen, vor ungefähr 2500 Jahren in Indien entstanden. Wichtigste Merkmale sind: keine Gottheit, große Eigenverantwortlichkeit des Menschen und Wiedergeburt.

 
Buddha-Geist
der klare, leuchtende Zustand der Urweisheit (Buddha-Natur)

 
Dualismus
Gegensätzlichkeit oder Polarität

 
Karma
Bedeutet wörtlich "Handlung", es bezeichnet sowohl die Kraft, die in unseren Handlungen liegt, als auch die Ergebnisse, die unsere Handlungen hervorbringen; das natürliche Gesetz von Ursache und Wirkung.

 
Lama
in Tibet wird ein spiritueller Lehrer "Lama" genannt.

 
Mantra
Die Definition lautet: "Das, was den Geist schützt", also was den Geist vor Negativität schützt, wird Mantra genannt. Wer nervös oder desorientiert ist, kann durch das Singen oder Rezitieren eines Mantra den Zustand verändern.

 
Nirvana
im Buddhismus das Endziel eines Zustandes völliger Ruhe mit dem Austritt aus dem Kreislauf der Wiedergeburten

 
Reinkarnation
Wiedergeburt

 
Rigpa
"Rigpa" ist ein tibetisches Wort und bedeutet: "Die innerste Natur unseres Geistes" - die stets überall gegenwärtig ist.

 
Samsara
Gemeint ist die Welt der ständigen Wiederkehr in Wiedergeburten, verbunden mit Leid, - aber auch unser Alltag mit guten und schlechten Phasen, mit allen Erfahrungen.

 
Personen
 
Dalai Lama
Übersetzt der "Ozean der Weisheit", der 14. Dalai Lama, auch Tenzin Gyatso genannt, ist das geistige und weltliche Oberhaupt der tibetischen Buddhisten. 1937 erkannte eine tibetische Mönchsdelegation in dem zweijährigen Bauernsohn die Reinkarnation des 13. Dalai Lama. Drei Jahre später wurde Gyatso im Potala- Palast inthronisiert. Seitdem nennen ihn die Buddhisten "Herr des Weißen Lotus", "Unvergleichlicher Meister" oder auch "Wunscherfüllendes Juwel". Während der blutigen Unruhen im Jahr 1959 floh der tibetische Führer nach Indien. 1963 entwarf er im Exil eine demokratische Verfassung für Tibet.

 
Padmasambhava
Indischer Meister, der den Buddhismus im 8. Jahrhundert nach Tibet brachte.