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Das Osterfest - Ostern und das jüdische Pessachfest
Didaktik
VorarbeitEinsatz im Unterricht
NacharbeitLehrplanbezug

 
 Vorarbeit
  • Lernziele
    Die Schülerinnen und Schüler sollen

    • die jüdische Praxis des Pessachfestes kennen lernen und verstehen (kognitiv).
    • sagen können, warum Jüdinnen und Juden zu Pessach etwa ungesäuertes Brot essen (operationalisiertes, kognitives Lernziel).
    • eine Verbindung zwischen jüdischem Pessach- und christlichem Osterfest wahrnehmen (affektiv).
    • die biblische Begründung (die Einsetzung) des jüdischen Pessachfestes und des christlichen Osterfestes verstehen (kognitiv).
    • die Praxis beider Feste erleben und ihre Nähe zueinander anhand der ähnlichen Praxis beider Feiern wahrnehmen (affektiv).
    • ihre eigene Einstellung zu der für sie neuen Praxis des jüdischen Pessachfestes wahrnehmen (affektiv) und sich dazu positionieren/ positionieren lernen (pragmatisch).

  • Impuls
    Bevor der Beitrag gehört wird, soll die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler mit dem Inhalt des Unterrichts verschränkt werden. Dazu berichten die Schülerinnen und Schüler von der ihnen vertrauten christlichen Praxis des Osterfests ("Was steht/stand bei euch auf dem Ostertisch?"). Die Lehrkraft kann an der Tafel stichwortartig die Einwürfe der Klasse sammeln.


 
 
 Einsatz im Unterricht
  • Hörauftrag
    Die Schülerinnen und Schüler hören den kompletten Radiobeitrag und beantworten währenddessen die Fragen von Arbeitblatt 1.


 
 
 Nacharbeit
  • Auswertung
    Ggf. mittels einer Folie (Overhead-Projektor) werden die Fragen des Arbeitsblattes im Plenum besprochen.

  • Bibelarbeit
    In zwei Arbeitsgruppen werden je ein Oster- bzw. ein Pessachfest vorbereitet: Die "jüdische Gruppe" erhält Arbeitsblatt 2, die "christliche Gruppe" erhält Arbeitsblatt 3. Ziel soll sein, die biblischen Grundlagen für Pessach bzw. Ostern der jeweils anderen Gruppe zu erklären.

  • Hausaufgabe
    Die Lehrkraft verweist auf die Fragen 1, 2 und 3 und beauftragt die Schülerinnen und Schüler zur nächsten Stunde diejenigen Utensilien mitzubringen, die auf einem Pessachtisch und einem Ostertisch nicht fehlen dürfen (um an die für ein Osterfest typischen Utensilien zu erinnern, kann die Tafel aufgeklappt und auf den Anschrieb hingewiesen werden). Jeder Schüler soll einen Gegenstand mitbringen, etwa eine Schale mit Ei, eine Schale mit Meerrettich, eine Schale mit Nusspastete und Zimt, eine Schale mit Salzwasser, ungesäuerte Brote (alternativ flaches Fladenbrot), zwei Tischdecken, Kerzen, Ostereier, Schokoladen-Eier, Schokoladen-Hasen, ein Nest, ein Osterlamm (gebacken, am besten mit Puderzucker), Tischschmuck, vielleicht einen grünen Zweig usw.

  • Feste feiern
    Ziel soll sein, zu Beginn der nächsten Stunde gemeinsam zwei Tische so zu präparieren, dass auf dem einen Tisch ein Pessachfest, auf dem anderen ein Osterfest gefeiert werden kann. Die Auswertung der zweiten Stunde geschieht, indem sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig die Geschichte von Josef und der Tötung der Erstgeburt bzw. vom Abendmahl Jesu erzählen. Sie erklären der jeweils anderen Gruppe die Bedeutung der Speisen auf ihrem Tisch – etwa die Bedeutung des Salzwassers oder des Osterlammes. Die/ der Lehrende moderiert ein gelenktes Unterrichtsgespräch an den Tischen und bittet die Gruppen, die Fragen der Arbeitsblätter zu beantworten. Gemeinsam essen die Schülerinnen und Schüler von beiden Tischen.


 
 
  Lehrplanbezug
  • Lehrplan für bayerische Hauptschulen:
    Religion, Ethik, ab 6. Jgst.

  • Lehrplan für die bayerische Realschule:
    Religion, Ethik, ab 6. Jgst.

  • Lehrplan für das bayerische Gymnasium:
    Religion, Ethik, ab 6. Jgst.