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Blut als heiliges Band zu Gott? Das Opfer in Kult und Religion
Didaktik
VorarbeitEinsatz im Unterricht
NacharbeitLehrplanbezug

 
 Vorarbeit
  • Einstieg
    Als motivierender Einstieg in das Thema dient das Arbeitsblatt Schlagzeilen, das entweder für alle vervielfältigt oder als Overhead-Folie an die Wand projiziert wird. Es folgt eine kurze Diskussion über die verschiedenen Bedeutungen des Wortes Opfer, die in den dargestellten Schlagzeilen zum Ausdruck kommen. Schließlich muss auch darauf hingewiesen werden, dass es in bestimmten Religionen, zum Beispiel der der mittelamerikanischen Azteken, Menschenopfer aus religiöser Überzeugung gab.


 
 
 Einsatz im Unterricht
  • Hören und Notieren
    So eingestimmt, wird der Rundfunkbeitrag gehört. Zur Veranschaulichung können während des Hörbeitrags die beiden Nachzeichnungen aztekischer Gottheiten betrachtet werden. Eventuell werden die ersten drei Aufgaben aus dem Arbeitsblatt 3 an die Tafel geschrieben, damit die Schülerinnen und Schüler sich zielgerichtet Notizen zum Inhalt der Sendung machen können:

    • Ursprünglicher Grund für jedes Opfer: Warum gibt es überhaupt Opfer?
    • Materielle Beschaffenheit eines guten Opfers: Welche Eigenschaften muss ein geeignetes Opfer haben?
    • Gesellschaftliche Bedeutung des Opfers: Welches Ansehen genoss das Opfer bei den Menschen?


 
 
 Nacharbeit
  • Besprechung
    Da die Sendung inhaltlich einen ungewohnten Schockeffekt für die Schülerinnen und Schüler bedeuten kann, wird doch die rituelle Tötung eines Menschen aus dessen Innensicht dargestellt, muss zunächst Raum für spontane Äußerungen gegeben werden. Das Bedürfnis, Stellung zunehmen, wird dann kanalisiert durch die Besprechung der auf dem Arbeitsblatt gemachten Notizen.

  • In der Bibel nachschlagen
    Im Kontrast zum aztekischen Menschenopfer steht der schon in der Sendung angelegte Vergleich mit christlichen Vorstellungen. Die Lernenden sollen gemäß der Anweisung auf dem Arbeitsblatt bestimmte Bibelstellen aufschlagen (im Buch oder online) und an Hand dieser Textbelege die Entwicklung des Opfergedankens im jüdisch-christlichen Kulturkreis nachvollziehen.

  • Schreiben
    In einer weiteren, kreativen Aufgabe sollen die jungen Menschen sich mit den Gründen für die aztekischen Menschenopfer auseinandersetzen und eine distanzierte, christliche Stellungnahme dazu verfassen. Dies erfordert zum einen die Verinnerlichung der in der Sendung gehörten Geschehnisse aus der Sicht eines aztekischen Opfers und zum anderen die Bewusstmachung eines christlich geprägten Opferverständnisses.

  • Ergebniskontrolle
    Als meditativer Abschluss der Unterrichtseinheit oder zusätzliche Aufgabe kann das Arbeitsblatt 5: Opferbilder dienen. Darauf befinden sich historische Abbildungen verschiedener Opfersituationen aus der Bibel, in denen jedoch bestimmte Teile retuschiert wurden. Die Schülerinnen und Schüler sollen die fehlenden Einzelheiten nach eigenem Wissen und Geschmack ergänzen. Dabei kommt es nicht auf künstlerische Fähigkeiten an, sondern auf das Wissen, das die Lernenden bei der Bibellektüre erworben haben.


 
 
  Lehrplanbezug
  • Lehrplan für bayerische Hauptschulen:
    Religion ab 6. Jahrgangsstufe

  • Lehrplan für die bayerische Realschule:
    Religion ab 6. Jahrgangsstufe

  • Lehrplan für das bayerische Gymnasium:
    Religion ab 6. Jahrgangsstufe

    Religion ab 6. Jahrgangsstufe