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 | "Gebieterin der Dunkelheit" – Der Kult der Muttergöttin kehrt zurück |
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Autor: Christian Feldmann
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Auszug aus dem Sendemanuskript
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Zitatorin:
Ich bin die Erste und die Letzte, ich bin die Geehrte und die Verachtete. Ich bin die, die sie Leben nennen, und ihr habt mich Tod genannt.
Sprecherin: Vielleicht ist es das erste Bild, das je ein Künstler von einem Menschen geschaffen hat. In der Höhle von Laussel in der Dordogne, einem uralten Heiligtum aus der frühen Steinzeit, fand man die Statuette einer Frau. Sie ist aus Kalkstein, 50 Zentimeter hoch und mit rotem Ocker bemalt. Sie sitzt auf dem Felsgestein der Höhle wie auf einem Thron. In der rechten Hand hält sie ein Füllhorn, die Linke liegt auf dem hervortretenden Bauch. Sie ist 20 000 Jahre alt.
Sprecher: Die Kulturforschung ist sich einig: Das ist eine Muttergottheit. Das Füllhorn zeigt deutlich dreizehn Einkerbungen, was auf die weiblichen Monatszyklen verweist – eine Art prähistorischer Menstruationskalender. Solche Schwangerschaftskalender hat man auch in Tschechien und in der Türkei entdeckt und bei den Yurok-Indianern Kaliforniens. Und der hervorgewölbte Bauch steht für die Gebärmutter.
Das vollständige Manuskript zum Herunterladen:
pdf-Datei
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