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"Gebieterin der Dunkelheit" – Der Kult der Muttergöttin kehrt zurück
Didaktik
VorarbeitEinsatz im Unterricht
NacharbeitLehrplanbezug

 
 Vorarbeit
  • Zielsetzung
    Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit dem Themengebieten "Rede von Gott" und "Gottesbilder" auseinandersetzen. Dabei sollen sie sich mit ihren eigenen Gottesbildern und über Möglichkeiten und Grenzen der Rede von Gott beschäftigen. Eine Infragestellung des traditionell männlichen Gottesbildes ist dabei mitintendiert. Wesentliches Kompetenzkriterium, das der einzelne Schüler erreichen soll, ist eine Offenheit für ungewohnte Denkwege.

  • Einzelarbeitsphase
    Zu Beginn sollen die Schülerinnen und Schüler sich mit ihrem Gottesbild auseinandersetzen, indem sie es malend oder zeichnend darstellen. In einem Sitzkreis werden dann die Ergebnisse ausgetauscht und verglichen. Dabei sollen ausführlich die Schwierigkeiten thematisiert werden, die eine solche Darstellung macht.

  • Assoziatives Schreibgespräch
    Anschließend werden die Schülerinnen und Schüler aufgefordert sich in Vierergruppen zusammen zu finden. Sie sollen nun arbeitsteilig entweder zu dem Begriff "Vater" oder zu dem Begriff "Mutter" in ihren Gruppen ihre Assoziationen zu dem jeweiligen Begriff aufschreiben. Dabei dürfen sie ausdrücklich auch auf die Assoziationen ihrer Gruppenpartner reagieren. Reden ist allerdings untersagt.

  • Auswertung
    In dieser Phase werden die Gruppen neu zusammengesetzt, sodass zu jedem der beiden Begriffe etwa zwei Schüler, die über diesen nachgedacht haben, sich in einer neuen Gruppe Vierergruppe befinden. Diese sollen nun im ersten Schritt aus ihren Gruppen berichten. Im zweiten Schritt sollen dann die Gottesbilder aus der Einzelarbeitsphase mit den Assoziationen und Gedanken zu "Vater" oder "Mutter" verglichen werden. Hier wird dann wohl deutlich werden, dass manches, was wir über Gott denken, durchaus Übereinstimmungen mit dem hat, was wir mit "Mutter" assoziieren. Im Anschluss daran besprechen die Gruppensprecher in einer Diskussionsrunde, bei der die anderen Schülerinnen und Schüler zunächst zuhören, die Ergebnisse der Gruppenarbeitsphase. Nach Beendigung der Diskussion können und sollen aus dem Plenum Ergänzungen und Nachfragen formuliert werden. Die wichtigsten Ergebnisse sollten abschließend noch an der Tafel festgehalten werden.

  • Formulierung der Problemfrage
    Als Überleitung zu dem Hörfunkbeitrag wird dann die Problemstellung, möglichst von den Schülerinnen und Schülern, formuliert: "Wie kommt es, dass die meisten Menschen ein überwiegend männlich geprägtes Gottesbild habe?"


 
 
 Einsatz im Unterricht
  • Hören
    Nun soll die Rundfunksendung in zwei Teilen gehört werden. Zur Erarbeitung des ersten Teils (bis 12:06, Manuskript S. 5 oben "... und die Menschen") werden auf Arbeitsblatt 1 Höraufträge gegeben. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich während des Beitrags kurz Notizen machen und im Anschluss daran die Fragen in Ruhe beantworten.

  • Diskussion
    Danach kommen sie wieder in ihren Kleingruppen zusammen, vergleichen und besprechen die Ergebnisse. Die wichtigsten Erkenntnisse werden schließlich noch im Plenum verglichen und an der Tafel festgehalten. Mithilfe des Arbeitsblatts 3 wird im Anschluss daran der Inhalt des zweiten Teils des Hörfunkbeitrags erarbeitet, sowie die Ergebnisse im Plenum besprochen und festgehalten.


 
 
 Nacharbeit
  • Vertiefende Auseinandersetzung mit dem Beitrag
    Zur genaueren Auseinandersetzung mit dem Beitrag werden die Schülerinnen und Schüler nun gebeten, Arbeitsblatt 5 zu bearbeiten.

  • Auswertung
    Zur Auswertung und Sicherung der Ergebnisse sollen die Schüler sich in Vierergruppen zusammenfinden, in denen sich die Teilnehmer mit der Frage "Wie kann von Gott angemessen gesprochen werden?" diskutierend beschäftigen.

  • Weiterarbeit
    Für eine sinnvolle weitere Arbeit bieten es sich an das Thema "Rede von/über Gott" zu vertiefen. Auch ein, allerdings umfangreicher, Exkurs zu Ludwig Feuerbach ist sinnvoll.

  • Möglichkeiten fächerübergreifenden Unterrichts
    Eine Zusammenarbeit mit den Philosophie, Geschichte, Kunst und Sozialkunde kann in unserem Zusammenhang sehr fruchtbar sein.


 
 
  Lehrplanbezug
  • Lehrplan für das bayerische Gymnasium:
    Katholische Religionslehre 10. Jgst.: Christentum im Pluralismus von Religionen und Kulturen
    Evangelische Religionslehre 10. Jgst.: Religion und Religionen
    Ethik 10. Jgst.: Religionsphilosophie
    Katholische Religionslehre 11. Jgst.: Zwischen Vielfalt und Entscheidung: Religion in der offenen Gesellschaft
    Evangelische Religionslehre 11. Jgst.: Woran hängt dein Herz? – Die Frage nach Gott