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 | Treu bis in den Tod – Was Martyrium bedeutet |
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Auch wenn der Begriff Märtyrer heute in vielen Zusammenhängen gebraucht wird: Über Jahrhunderte hinweg bezeichnete "Martyrium" das Leiden und den Tod eines Menschen, der dem christlichen Glauben selbst unter Gewaltandrohung nicht abschwören wollte. Zwar hatte es bereits bei den Makkabäern den Kampf gegen die römische Zwangsherrschaft gegeben – aber erst die frühen Christen verliehen der Standhaftigkeit bis in den Tod einen positiven Sinn. Im Unterschied zu den "Bekennern" waren die Märtyrer "Blutzeugen", die für ihre Überzeugung mit dem Leben zahlten. Die Reihe der christlichen Märtyrer eröffnet Stephanus ca. 40 n. Chr., sie reicht über Maximilian Kolbe und Paul Schneider, die für ihren Glauben in Konzentrationslagern starben, bis hin zu den lateinamerikanischen Streitern gegen Ungerechtigkeit und Armut. Im 20. Jahrhundert verändert sich die Definition: Der Begriff bezeichnet zusätzlich das freiwillige Opfer des eigenen Lebens und wird sowohl auf andere Religionsgemeinschaften (besonders den Islam) als auch auf das Sterben für die politische Überzeugung ausgedehnt (etwa Che Guevara).
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