Vorarbeit
Lernziele
1. Kenntnis der Bedeutung Maria Magdalenas anhand der Texte der Evangelien. 2. Kenntnis der wichtigsten Gründe, warum Maria Magdalena in der außerbiblischen Überlieferung als Beispiel der großen Büßerin gilt. 3. Die Stellung der Frau in den christlichen Kirchen, besonders der katholischen.
Das Hörspiel enthält viele Hinweise zum soziokulturellen Hintergrund der Zeit Jesu. Den Schülern soll weiteres historisches Wissen über die Umwelt des Neuen Testaments vermittelt werden.
Einstiege
A. Filmausschnitt: Martin Scorsese: Die letzte Versuchung Christi. Die Szene, in der Jesus zur Prostituierten Maria Magdalena geht. Fragen: Was schockiert an dieser Szene? Welches Verhältnis hatte Jesus wirklich zu Maria Magdalena? B. Ein Gemälde von Maria Magdalena zeigen. Fragen: Wer war diese Frau? Wie sieht sie aus; Bildbeschreibung. Welche Geschichten kennt ihr über Maria Magdalena? C. Pressenotiz vorlesen: "Sieben katholische Frauen lassen sich von einem argentinischen Bischof auf einem Donauschiff zu Priesterinnen weihen." Fragen: Wie reagiert die Kirche? Worauf beruft sich die katholische Kirche?
Einsatz im Unterricht
Erster Teil: Anfang bis Zitator: "Die Kirche hat ... beantwortet." Hier wird das Hauptthema angesprochen: Die Stellung der Frau in der Kirche früher und heute. (-> Überschrift, Hefteintrag). Einholen einiger Beiträge der Schüler zur Frage nach der Priesterweihe für Frauen, ihre Standpunkte, Abrufen von Informationen zum Standpunkt der katholischen Kirche. Fachbegriffe klären, dann das weitere Thema, Jesus und Maria Magdalena, einführen.
Arbeitsauftrag vor dem Abspielen des zweiten Abschnitts: Welche Informationen erhalten wir über Maria Magdalena? Stichpunktartig mitschreiben! Im anschließenden Unterrichtsgespräch gemeinsames Anlegen eines des Steckbriefes. Die Arbeitsaufträge dienen zur Vervollständigung der biblischen und christlich tradierten Maria Magdalena.
Nacharbeit
Diskussion Evtl. erneutes Aufgreifen aktueller strittiger Fragen in Bezug auf Frauen in der Kirche, z.B. Priesterweihe nur für Männer. Sensibilisierung der Schüler für historische Zusammenhänge: Wie ging Jesus mit Frauen um? Was bedeutete es für Jesus, Frauen in seinem Jüngerkreis aufzunehmen? Gab es kirchliche Ämter für Frauen zur Zeit Jesu? Wie war die Stellung von Frauen zur Zeit Jesu?
Bibelexegese 1. Umgang Jesu mit Frauen aus der Sicht der feministischen Theologie am Beispiel: "Begegnung Jesu mit der Kanaanäerin“ (Matthäus 15,21 – 28). Jesus wird gewissermaßen von einer Frau bekehrt. (Anregung: Maria Kassel: Traum, Symbol, Religion.Tiefenpsycho-logische und feministische Analyse, Herder Freiburg – Basel – Wien 1991, S. 94ff.) 2. Weitere herausragende Frauengestalten der Bibel, z.B. Judith und Esther.
Fächerübergreifendes Prinzip Maria Magdalena in der Kunst: Bilder von Maria Magdalena zeigen, Wandel des Frauenbildes in der Gesellschaft und in der Kirche. Maria Magdalena in der Literatur: Friedrich Hebbel: Maria Magdalene (1844). Das Bürgermädchen Klara wird gezeigt als Opfer (patriarchaler) Traditionen. Interpretation des Gedichts von Kurt Marti.
Lehrplanbezug
Lehrplan für das bayerische Gymnasium:
Kath. Religionslehre, Jgst. 10, Aktuelle Aufgaben der Kirche, Die Stellung der Frau, S. 1458 Kath. Religionslehre, Jgst. 11, Die Bibel als Urkunde des Glaubens, S. 1459 Kath. Religionslehre, Jgst. 11, Auf der Suche nach Identität, Auseinandersetzung mit Vorbildern, S. 1461
Grundsätzlich in allen Jahrgangsstufen: Die Umwelt des Neuen Testaments
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