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 | Mord im Auftrag Gottes? Die Ketzerkriege |
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Albigenser
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Französische Katharer, nach ihrem religiösen Zentrum der Stadt "Albi" in Südfrankreich benannt. Sie wurden in einem von Papst Innozenz III. veranlassten Kreuzzug (1209-1229), der auf beiden Seiten mit blutiger Grausamkeit geführt wurde, vernichtet.
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Anarchist
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Jemand, der die Herrschaft von Menschen über andere Menschen, also auch die politische Herrschaft, grundsätzlich ablehnt.
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Bann
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Der Kirchenbann bedeutet den Ausschluss aus der Kirche. Folge ist die Exkommunikation, d.h. der Ausschluss vom Empfang der Sakramente.
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Franziskaner
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Die von Franz von Assisi (1181-1226) gegründeten Bettelorden (Minoriten, Klarissenorden, Dritter Orden), die vor allem das Ideal der Armut verwirklichten und predigten.
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Häretiker
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Griechisch: "Hairesis": die "erwählte Meinung". Ein Häretiker ist ein Christ, der eine religiöse Lehre vertritt, die der offiziellen Glaubenslehre widerspricht. Auch gleichbedeutend für "Ketzer" verwendet.
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Inquisition
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Lateinisch: "Untersuchung". Das geistliche Gericht der Kirche, die heilige Inquisition, entstand im 12. Jahrhundert um Ketzer bzw. Irrlehrer aufzuspüren und zu bestrafen.
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Katharer
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Griechisch: "Katharoi": Die "Reinen". Selbstbezeichnung der Katharer (einer christlichen Glaubensbewegung im 11. – 14. Jahrhundert). Ihre Lehre ist von einem strengen Dualismus geprägt: Gut und Böse, Gott und Satan stehen sich gegenüber. Das Materielle, die Welt, die Bedürfnisse des Leibes und jegliches Eigentum gelten als böse.
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Ketzer
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Abwertend für Ungläubige und Irrlehrer. Der Begriff "Ketzer" geht zurück auf die Gemeinschaft der Katharer, die im Mittelalter wegen ihres Irrglaubens von der Kirche verfolgt wurden. Danach galten alle "Irrlehrer" als "Ketzer".
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Konzil
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Versammlung von Bischöfen zur Klärung strittiger Glaubensfragen.
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Legat
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Abgesandter des Papstes zur Erledigung kirchlicher Aufgaben.
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Languedoc
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Landschaft in Südfrankreich mit der Hauptstadt Toulouse. Infolge der Albigenserkriege fiel 1229 das Herzogtum Narbonne, dann 1271 die Grafschaft Toulouse an die französische Krone; sie bildeten bis 1789 die Provinz Languedoc.
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Mammon
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Aramäisch: "Reichtum". Im Neuen Testament der Dämon der Gewinnsucht (vgl. Mt 6,24).
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Minnesang
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Liebesdichtung im Mittelalter seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts.
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Sekte
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Im christlichen Sprachgebrauch bedeutet "Sekte" eine kleinere Religionsgemeinschaft, die sich von der Großkirche abgespalten hat oder ausgeschlossen wurde. Der Begriff wird häufig abwertend gebraucht für eine Gemeinschaft mit grob vereinfachendem Weltbild.
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Troubadour
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Dichter an den mittelalterlichen Höfen Südfrankreichs, der seine Lieder häufig selbst vertonte und vortrug.
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Waldenser
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Anhänger einer religiösen Laienbewegung, die im 12. Jahrhundert von einem reichen Kaufmann aus Lyon (Petrus Waldes) gegründet wurde. Die Mitglieder lebten asketisch und zogen als Wanderprediger umher. Sie lehnten Eid, Kriegsdienst, Todesstrafe, Ablass und Fegfeuer ab und wurden später von der päpstlichen Inquisition als Ketzer verfolgt.
Personen
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Franz von Assisi (1181/1182-1226)
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Berühmter Begründer der drei Bettelorden: Minoriten, Klarissenorden, Dritter Orden. Die Franziskaner sind dem Ideal der Armut besonders verpflichtet. Franz von Assisi wurde 1228 heiliggesprochen.
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Innozenz III. (reg. 1198-1216)
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Papst Innozenz führte das Papsttum auf den Gipfel seiner Macht. Er förderte die Gründung des Franziskanerordens, war aber auch derjenige Papst, der den Kreuzzug gegen die Albigenser veranlasste (die sog. Albigenserkriege, 1209-1229).
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Thomas von Aquin (1225/26-1274)
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Bedeutendster Philosoph und Theologe des Mittelalters.
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Zachäus
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Reicher jüdischer Zöllner aus Jericho, der nach Lk 19,1-10 die Hälfte seines Vermögens den Armen schenkt, nachdem Jesus bei ihm zu Gast war.
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