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 | Das Judentum und die Sehnsucht nach einer gerechten Welt |
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Autor: Christian Feldmann
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Auszug aus dem Sendemanuskript
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Erzählerin:
Jedes Jahr im Herbst feiern strenggläubige Juden ein ziemlich verrücktes Fest: Sie leben eine Woche lang in einer selbst gezimmerten Hütte unter freiem Himmel. Das Dach ist mit grünen Zweigen oder Palmwedeln gedeckt, durch die man tagsüber die Sonne, nachts den Sternenhimmel sehen kann.
Erzähler: Dieses Laubhüttenfest, hebräisch Sukkot, ist eine scheinbar wildromantische Angelegenheit mit ernstem Hintergrund. Wenn sie in so einer provisorischen Hütte leben, essen, Gäste empfangen, schlafen, sollen sich die Juden an die Wüstenwanderung aus der ägyptischen Knechtschaft in das gelobte Land erinnern: Gott beschützt sein Volk auch auf gefährlichen Wegen. Und gleichzeitig dient das Laubhüttenfest als Warnung, sich nicht zu behaglich in geordneten Verhältnissen einzurichten: Jederzeit, ganz plötzlich, kann der Ruf ins Ungewisse ergehen. Unterwegs sein mit leichtem Gepäck. Sich nicht an Besitz klammern. Menschliche Existenz ist immer unsicher.
Das vollständige Manuskript zum Herunterladen:
pdf-Datei
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