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Ergebenheit in Gott – Der Islam
Glossar
apokalyptisch
Literarische Schilderungen, die sich mit dem Weltuntergang und einer neuen verwandelten Welt beschäftigen, werden Apokalypse genannt. Aus dem Neuen Testament ist die Apokalypse des Johannes bekannt.

 
Beduinen
Wüstenbewohner, die keinen festen Wohnort haben

 
Berg Arafat
Die Landschaft Arafat liegt etwa 20 km östlich von Mekka. Auf einem darin gelegenen Hügel, genannt "Berg der Vergebung/der Gnade" soll Abraham der Teufel erschienen sein und Muhammad seine letzte Predigt gehalten haben.

 
Erzengel Gabriel
Der hebräisch Name bedeutet "Held Gottes". Er ist der zweite der vier Erzengel. In der jüdisch-christlichen Überlieferung findet er Erwähnung im Buch Daniel und im Lukasevangelium. Auch im Islam kommt ihm eine hohe Bedeutung zu.

 
ethisch
Adjektiv zu "Ethik", der Lehre vom rechten Verhalten und der richtigen Lebensführung

 
Götzendiener
Anbeter von Abgöttern

 
Hadithe
Die Überlieferungen Muhammads über seine Anweisungen, nachahmenswerte Handlungen, Billigungen von Handlungen Dritter, Empfehlungen und vor allen Dingen Verbote und religiös-moralische Warnungen, die im Koran nicht enthalten sind, werden so bezeichnet. Ihnen kommt als zweite Quelle für die islamische Rechtsprechung zentrale Bedeutung zu. Die Summe dieser Überlieferungen wird als Sunna bezeichnet.

 
Hadj
Die Wallfahrt nach Mekka. Als eine der fünf Säulen des Islam kommt ihr zentrale Bedeutung zu.

 
Islam
Arab. "Hin- oder Ergebung". Eine der Weltreligionen, die von Mohammed im 7. Jahrhundert n. Chr. gestiftet wurde und sich auf die Verkündigungen Jesu und der jüdischen Propheten gründet. Das heilige Buch des Islam ist hingegen der Koran und sein Glaubensbekenntnis lautet: "Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet". Der Islam ist eine der weitest verbreiteten Religionsgemeinschaften und teilt sich in zwei Glaubensrichtungen: In Sunniten und Shiiten.

 
islamistisch
Adjektiv zu Islamismus, einer politischen und fundamentalistischen Auslegung des Islam, die darauf abzielt, dass sich Muslime und Nicht-Muslime den Werten und Normen des Islam in allen gesellschaftlichen Bereichen unterordnen.

 
Kaaba
Arabisch ="Würfel", Hauptheiligtum des Islam. Das würfelförmiges Gebäude enthält den schwarzen Stein, wahrscheinlich einen Meteoriten, der schon vor Muhammad den Arabern als heilig galt. Zur Wallfahrt nach Mekka, einer religiösen Pflicht der Muslime, gehört die siebenmalige Umrundung der Kaaba, die sich im Innenhof der großen Moschee in Mekka befiindet.

 
konziliant
entgegenkommend

 
Koran
die heilige Schrift des Islam

 
Medina
Die Stadt gehört neben Mekka zu den beiden wichtigsten Städten des Islam. Beide sind für Nicht-Muslime gesperrt. Nach Muhammads Auszug aus Mekka (Hidschra) wurde Medina zum Zentrum der neuen islamischen Bewegung.

 
Mekka
Stadt in Saudiarabien, hier wurde Mohammed im Jahre 570 n. Chr. geboren und erhielt seine Berufung zum Propheten; jeder gläubige Muslim soll mindestens einmal im Leben ein Wallfahrt nach Mekka unternehmen.

 
Muezzin
Ausrufer, der die Gläubigen zum Gebet ruft

 
Muslim
ein Mensch, der den Islam angenommen hat und sich Gott unterwirft; weibliche Form: Muslima

 
Orthodoxie
die Lehre vom richtigen Glauben

 
Orthopraxie
die Lehre vom richtigen Verhalten

 
profan
nichtreligiös

 
Ramadan
Der heilige 28- bis 30-tägige Fastenmonat des Islam. Er ist der 9. Monat des islamischen Mondjahres und verschiebt sich jedes Jahr um elf Tage in unserem Sonnenkalender, wodurch er den gesamten Jahreszeitenzyklus durchläuft. Tagsüber soll nicht gegessen und getrunken werden, erst nach Sonnenuntergang gibt es ein leichtes Essen.

 
Scharia
das religiös legitimierte und unabänderliche Gesetz des Islam

 
Schiiten
Die Anhänger der zweitgrößten Konfession des Islam, der Schia, betrachten den Schwiegersohn und Vetter Muhammads Ali ibn Abi Talib als Kalifen, den Nachfolger des Propheten.

 
Sunniten
Die größte Glaubensrichtung im Islam wird als Ahl ul-Sunna wa-l-Jama'ah, als "Volk der Tradition" bezeichnet. Der Unterschied zu den Schiiten entstammte ursprünglich der Frage, wer die Muslime leiten sollte.

 
Sure
ein Abschnitt aus dem Koran

 
Ulama
die Religionsgelehrten des Islam

 
Personen
 
Glasenapp, Helmuth von (1891–1963)
deutscher Indologe und Religionswissenschaftler

 
Muhammad/Mohammed (570–632)
Stifter des Islam. Der Kaufmann aus Mekka kam auf seinen Handelsreisen mit der jüdischen und christlichen Religion in Kontakt. Ein Visionserlebnis interpretiert er als seine persönliche Berufung zum Gesandten Gottes und beginnt daraufhin über seine ihm zu Teil gewordenen Offenbarungen zu predigen. Mohammed, dessen Name "der Gepriesene" bedeutet, sieht sich selbst nach Moses und Jesus als letzter der alttestamentarischen Propheten und seine Offenbarungen als die Vollendung des wahren Glaubens. 622 muss Mohammed mit seinen Anhängern Medina verlassen, bei den zerstrittenen Wüstenstämmen dient er sich geschickt als Vermittler an und strebt so die religiöse und politische Einigung der arabischen Stämme unter dem Islam an. 630 besetzt er mit seinen Truppen Mekka, das er zum Mittelpunkt seiner Religion macht.