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Die wichtigsten Worte der Bibel – Die Zehn Gebote
Glossar
apodiktisch
beweiskräftig, jeden Widerspruch von vornherein ausschließend

 
Chassidim
Hebräisch "Fromme". Anhänger des Chassidismus, einer jüdischen Bewegung, die sich für gelebte Frömmigkeit anstatt einer rigiden Gesetzestreue einsetzt.

 
Codex Hammurapi
Gesetzessammlungen des babylonischen Königs Hammurapi (1810-1750 v. Chr.), welche in Keilschrift auf einem Dioritblock gemeißelt sind. Die in drei Teile zerborstenen Blöcke wurden 1901 in Susa, Jemen gefunden und werden heute im restaurierten Zustand im Louvre in Paris verwahrt.

 
Dekalog
Die Zehn Gebote, aus dem griechischen deka logoi ("zehn Worte"). Hauptweisungen des von Gott den Menschen Offenbarte. Moses soll die Gesetze auf dem Berg Sinai von Gott erhalten haben. In der christlichen Religion stellen sie die Grundgebote der Gottes- und Nächstenliebe dar.

 
Exegese
Bibelforschung

 
Hethiter
Indogermanische Volk, das im 2. Jahrtausend vor Christus im östlichen Kleinasien angesiedelt war und dort ein Großreich bildete.

 
Horeb
Biblischer Berg, (Gottesberg Horeb, Ex. 3,1) auf dem Moses Gesetze für Israel empfing. Die Lage des Berges ist nicht geklärt.

 
Jahwe, Jahve
Der Name Gottes im Alten Testament. Aus dem hebräischen Wort "Yahwe" ("ich bin, der ich bin" bzw. "der ich sein werde").

 
Leviten
Gesetzestexte aus dem dritten Buch Moses, genannt "Levitikus". Das Buch enthält fast ausschließlich Gesetze (für Priester und Laien) und unterbricht den Erzählfaden der anderen Bücher des Pentateuchs. Früher wurde den Geistlichen jeden Morgen vom Bischof daraus vorgelesen.

 
Papyrus Nash
Die älteste bekannte Bibelhandschrift, die den Dekalog in einer Mischform aus dem Text Exodus und Deuteronomium enthält. Sie besteht aus vier Papyrusrollen, die auf die Zeit von 150 bis 100 v. Chr. datiert werden. Vom Archäologen W. L. Nash wurde die Schrift 1898 in Ägypten erworben und der Cambridge University Library geschenkt, wo sie noch heute aufbewahrt wird.

 
Pentateuch
Die ersten fünf Bücher der Bibel. Sie werden von den Juden tora = Gesetz, Weisung genannt. Der Pentateuch zeichnet die Beziehungen Gottes zur Welt nach und bildet die Grundlage der jüdischen Religion. Auf Grund des Umfangs wurde der Text in fünf Rollen von annähernd gleicher Länge geteilt, daher der heutige Name. Die Bücher werden nach ihrem Inhalt bezeichnet: Genesis („Entstehung“ der Welt und des Menschen) – Exodus („Auszug“ der Israeliten aus Ägypten) – Levitikus (Gesetz der Priester des „levitischen“ Stammes) – Numeri („Zählungen“ der wehrfähigen Männer Israels) – Deuteronomium („zweites Gesetz“ nach einer griechischen Deutung von Dtn 17,18)

 
Sinai
Ägyptische Halbinsel gelegen zwischen dem Golf von Suez und Akaba. Im Süden erstreckt sich das stark zerklüftete Sinaigebirge, mit der höchsten Erhebung der Djebel Katharin (2642 Meter). Etwas weiter nördlich liegt der Djebel Musa (2285 Meter) auch Berg Sinai oder Mosesberg genannt, auf dem Moses die Gesetzestafeln empfangen haben soll. Zu Füßen des Berges liegt das Katharinenkloster aus der Mitte des 6. Jahrhunderts, das der Legende nach an der Stelle des brennenden Dornenbuschs (Ex. 3, 1-4) errichtet wurde.

 
Personen
 
Augustinus, Augustin (354-430)
Heiliger (28.8.) und Kirchenlehrer, wirkte als Lehrer der Rhetorik in Tagaste (Numidien), Karthago, Rom und Mailand, bevor er 387 von Ambrosius getauft wurde und 395 Bischof von Hippo Regius (Nordafrika) wurde. Seine Schriften sind von großem Einfluss auf die abendländische Theologie und Philosophie.

 
Buber, Martin (1878-1965)
Jüdischer Religionsphilosoph, Theologe, Bibelübersetzer und Herausgeber chassidischer Schriften. Buber war Professor in Frankfurt am Main und Jerusalem. 1953 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. In seinen Schriften versuchte er zu einer christlich-jüdischen Verständigung beizutragen.

 
Goethe, Johann Wolfgang von (1749-1832)
Deutscher Dichter, Universalgelehrter. Lebte und wirkte hauptsächlich in Frankfurt, Weimar, Jena und Ludwigsburg. Studierte zunächst in Leipzig Rechtsgeschichte, stieg nach dem Studium schnell in hohe Posten auf, 1779 „Geheimer Rat“ (Minister), 1782 „Kammerpräsident“ (Finanzminister). Parallel dazu war Goethe vielseitig literarisch ambitioniert. 1786/1788 brach er zu seiner ersten Italienreise auf, die sein Werk nachhaltig beeinflusste und der weitere Reisen folgten. Zusammen mit Friedrich v. Schiller bildete Goethe in Weimar literarisch den Höhepunkt des deutschen klassischen Zeitalters.

 
Hitler, Adolph (1889-1945)
In Österreich geboren. 1932 erlangte er die deutsche Staatsbürgerschaft. Mit den Wahlen vom 30.1.1933 wurde er, als Führer der stärksten Partei (NSDAP), zum Reichskanzler ernannt. Durch die Notverordnungen und das Ermächtigungsgesetz machte er den Weg zu einer Diktatur frei. Nach dem Tod Paul von Hindenburgs (2.8.1934) stand seiner Alleinherrschaft nichts mehr im Wege, und es begannen die Verfolgungen regimekritischer Kräfte und ethnischer Minderheiten. Hitler verfolgte zudem eine aggressive Außenpolitik, besonders eine Gebietserweiterung Deutschlands nach Osten. Mit dem Angriff auf Polen 1939, löste er den 2. Weltkrieg aus. Kurz vor der Einnahme Berlins nahm sich Hitler am 30.4.1945 das Leben.

 
Julian, Flavius Claudius Julianus (331-363 n. Chr.)
Der Neffe von Kaiser Konstantin dem Großen. Römischer Kaiser von 361-363. Bekannte sich offen zum Heidentum, von den Christen wurde er Apostata (griechisch = Abtrünniger) genannt

 
Kant, Immanuel (1724-1804)
Deutscher Philosoph, war seit 1770 in Königsberg Professor. Wichtige Werke: „Kritik der reinen Vernunft“ von 1781, indem er darlegt, dass durch die kritische Prüfung des Verstandes die Erkenntnis des einzelnen bestimmt ist. „Kritik der praktischen Vernunft“ von 1788, Stellungnahme zur Sittenlehre, indem der den kategorischen Imperativ formulierte, „Kritik der Urteilskraft“ von 1790, ästhetische Untersuchungen, auch hier geht Kant von einer erkenntniskritischen Herangehensweise aus.

 
Luther, Martin (1483-1546)
Deutscher Reformator, Geistlicher, Gelehrter. Studierte zuerst Rechtswissenschaften, brach das Studium zugunsten einer religiösen Laufbahn ab, 1507 wurde er zum Priester geweiht. 1512 nach einer Romreise und weiteren Studien wurde er Professor für Bibelauslegung in Wittenberg. 31.10.1517 schlug Luther an der Schlosskirche zu Wittenberg 95 Thesen über den Ablass an, daran schloss sich eine öffentliche Diskussion über die Unfehlbarkeit des Papsts. 1518 musste Luther sich dafür vor dem päpstlichen Legaten verteidigen, einen Widerruf lehnte er aber ab. Er wurde darauf hin von der Kurie, später auch vom Reichstag, mit einem Bann belegt. Er flüchtet auf die Wartbug, wo er 1522 das Neue Testament ins Deutsche übersetzte. Nach seiner Rückkehr nach Wittenberg bestimmte er durch seine Arbeit an der Schul- und Kirchenreform, des Schreibens der beiden Katechismen (1529) und der Übersetzung des Alten Testaments (1534) entscheidend die deutsche Sprache und führte die Reformation der deutschen Kirche durch.

 
Mann, Thomas (1875-1955)
Deutscher Schriftsteller und Intellektueller. Geboren in Lübeck. Mann lebte lange in München bis er 1933 emigrierte, zuerst in die Schweiz, später 1938 in die USA. Von dort bekannte er sich zu demokratischen Grundwerten und bekämpfte in Radioansprachen und Essays das nationalsozialistische Regime. Er starb 1955 in Kirchberg in der Schweiz.

 
Moses
Neben Jesus und Mohammed eine Schlüsselfigur der drei monotheistischen Weltreligionen. Die historisch kaum fassbare Person (um 1225 v. Chr.) wird von zahlreichen Sagen umrankt. Moses gilt als Schöpfer der Jahwereligion. Er hat sein, von den ägyptischen Pharaonen unterdrücktes Volk, aus der Tyrannei beifreit. Den Auftrag erhielt er nach dem Alten Testament von Gott auf dem Berg Sinai. Auf dem Sinai sollen ihm auch die Gesetze gegeben worden sein, die er dem Volk Israel überbringen sollte und die Grundlage aller späteren Gesetze wurden. Nach 40 Jahren Herumirren in der Wüste erobert Moses das Land östlich des Jordans. Er soll auf dem Berg Nebo gestorben sein. Der Name Moses kommt aus dem ägyptischen mś / mśj und bedeutet gebären. Er wird als Namenszusatz angeführt, der „Gott … hat ihn geboren“. (Ra-messes, Rameses ist zum Beispiel der Sohn des Gottes Ra.) Wessen Sohn Moses war ist nicht überliefert, man nimmt an, weil er nicht Ägypter war, bekam er einen gekürzten Namenszusatz. Das Alte Testament erzählt, dass Moses als Säugling in einen Binsenkorb gelegt und am Nil ausgesetzt wurde. Eine Tochter des Pharao fand den Jungen und zog ihn am Hofe groß.