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Im Wartezimmer zum Himmel - Das Fegfeuer – Ort der Läuterung
Hinweisschild zur Straße "Hölle" in Quedlinburg © dpa Das Fegfeuer: die Menschen fühlen sich seit jeher von diesem Thema angezogen und es spornt sie an zu künstlerischer oder intellektueller Auseinandersetzung. Auf die eine oder andere Weise durchleidet der Mensch in ihm Qualen, bevor er, durch eine gute Tat geläutert, aus dem Teufelskreis der Verdammung ausbrechen kann. Die Themen variieren dabei von tragisch, beängstigend bis ins Humoreske. Die ersten Überlegungen zu unseren abendländischen Jenseitsvorstellungen, und damit zusammenhängend dem Fegfeuer, stammen bereits aus frühchristlicher Zeit. Endgültig etabliert hat sich die Idee des Fegfeuers jedoch erst im 12. Jahrhundert. Bedeutende Kunstwerke sind uns überliefert, die sich mit dem Leben nach dem Tod beschäftigen und spannende Fragen aufwerfen. Ein eindrucksvolles Zeugnis hat uns dabei Dante mit seiner Dichtung der "Göttlichen Komödie" aus dem 14. Jahrhundert hinterlassen.


Stand: 15.10.2009