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Johannes Calvin – Der Genfer Reformator
Didaktik
VorarbeitEinsatz im Unterricht
NacharbeitLehrplanbezug

 
 Vorarbeit
  • Impuls
    An der Tafel steht das Wort "Reformation". Die Schüler lassen den Begriff kurz auf sich wirken und assoziieren weitere Begriffe aus dem Umfeld – etwa Luther, Melanchthon, Ablass, Bibelübersetzung, Konzentration auf das Evangelium, Abschaffung des Zölibats, 95 Thesen … (evtl. lässt sich aus den Stichworten das Achrostichon CALVIN bilden).
    Die Schüler sagen, was ihnen zu Johannes Calvin einfällt (evtl. an der Tafel sammeln).

  • Problemorientierung
    Nach den Glaubenslehren von Johannes Calvin leben heute weltweit hundert Millionen Menschen. Der Reformator hatte viele Qualitäten – als Prediger, Bibelexeget, Kritiker, Organisator, Hochschullehrer. Aber er gilt auch als Dogmatiker, Hardliner, sinnenferner Asket.

  • Themenfrage
    Lichtgestalt mit Schattenseiten: Wer war Johannes Calvin wirklich?


 
 
 Einsatz im Unterricht
  • Der Beitrag "Johannes Calvin – der Genfer Reformator" wird angehört. Die Schüler machen sich auf Arbeitsblatt 1 Notizen zum Leben und zur Lehre Calvins.


 
 
 Nacharbeit
  • Diskussion
    Die Schüler diskutieren über Leben und Wirken von Johannes Calvin:

      welche Jahre markieren Wendepunkte in Calvins Leben?
    • welche Erlebnisse waren vermutlich prägend?
    • welche wichtigen Neuerungen brachte Calvin der Reformation?
    • welchen Einfluss nahm Calvin auf das Alltagsleben der Genfer?
    • stimmen Calvins Leben und seine Lehren überein? Wo weicht er von den eigenen Ansprüchen ab?
    • welche Vorteile hatte Calvins "Sittenregiment"?
    • wo liegen die Nachteile seiner autoritären Führung?
    • welche problematischen Entscheidungen hat Calvin getroffen?
    • wäre ein solcher "Gottesstaat" heute denkbar?
    • wie beurteilen die Schüler die Leistung Calvins ("Lichtgestalt mit Schattenseiten")?

  • Ergebnissicherun
    Gemeinsam wird aus den Notizen und den gewonnen Erkenntnissen der Schüler das Tafelbild erstellt. Zur Vertiefung oder als Hausarbeit bearbeiten die Schüler das Kreuzworträtsel.

  • Gruppenarbei
    Die Schüler teilen sich in zwei Gruppen: die eine Gruppe versucht sich an einer Deutung des Gemäldes auf Arbeitsblatt 5. Die andere Gruppe liest und interpretiert den Textausschnitt auf Arbeitsblatt 6. Beide Gruppen stellen ihre Ergebnisse abschließend vor.

  • Projekt: Internetrecherche/Referat
    Inwiefern unterscheiden sich die reformatorischen Ansätze Luthers, Zwinglis und Calvins? Welche Unterschiede in der Gottesdienstordnung gibt es? Wie lässt sich die Nachwirkung der großen Vordenker beurteilen? Ein Beispiel aus dem Internet.


 
 
  Lehrplanbezug
  • Lehrplan für bayerische Hauptschulen:
    Ethik 6: Die Ausbreitung des Christentums
    Evangelische Religionslehre 7: Auf der Suche nach dem rechten Glauben: Verschiedene Konfessionen – ein Herr
    Geschichte 7: Martin Luther und die Reformation
    Katholische Religionslehre 7: Ein Gott und Herr – verschiedene Konfessionen

  • Lehrplan für die bayerische Realschule:
    Geschichte 7: Reformation und Kampf um die Vorherrschaft in Europa
    Evangelische Religionslehre 8: Martin Luther: Auf der Suche nach einem gnädigen Gott
    Katholische Religionslehre 8: Katholisch, orthodox, evangelisch: … dass alle eins seien.

  • Lehrplan für das bayerische Gymnasium:
    Geschichte 7: Neue geistige und räumliche Horizonte (1350-1650)
    Alt-Katholische Religionslehre 8: Der Aufbruch der Reformation
    Evangelische Religionslehre 8: 8.3 Reformation
    Katholische Religionslehre 8: Heilssehnsucht: Ringen um das ewige Leben im Reformationszeitalter
    Evangelische Religionslehre 9: Arbeit und Leistung
    Russisch-Orthodoxe Religionslehre 9: Andere Konfessionen II: Die Evangelische Kirche