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 | "Bring the War Home!" – Die US-Studentenbewegung und der Vietnam-Krieg |
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Wenige Tage nach der ersten Bombardierung Nordvietnams, im März 1965, formierte sich die mächtigste Antikriegsbewegung in der Geschichte der USA. Sie begann an den Universitäten – und schon bald skandierten Hunderttausende von Studenten: Give Peace a Chance! Doch der Krieg eskalierte immer weiter: Nach dem von den Hippies ausgerufenen "Summer of Love" 1967 kämpften fast eine halbe Million GIs in Vietnam – fast dreimal soviel wie im Irak. Mit der Ausweitung der Bombardierung auf Kambodscha im Mai 1970 erreichte die Jugendrebellion ihren Höhepunkt. Jeder zweite US-Student ging auf die Straße. Polizisten und Nationalgardisten erschossen insgesamt neun junge Menschen, Hunderte wurden verletzt. "Auch in den USA herrschte Krieg", meint der Historiker Waldo Martin von der University of California at Berkeley, "und die Gesetzlosigkeit ging oft von höchsten Stellen in Washington aus."
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