BR-online (zur Startseite)
Bayerischer Rundfunk

BR-Navigation

Kompass Medienkatalog  Finde Kontakt
Fächer Schularten Themenindex  
Übersicht
Arbeitsblätter
Audio
Bildarchiv
Didaktik
Fragen&Antworten
Glossar
Hintergrund
Links
Literatur
Manuskript
Quellentexte
 
geschichteRealschuleGymnasiumgeschichte
Im Porträt: Claus Graf Schenk von Stauffenberg
Stauffenberg im Kreise seiner Familie © dpa Geboren am 15. November 1907 als dritter Sohn des letzten Oberhofmarschall des Königs von Württemberg und seiner aus baltischem Adel stammenden Frau, wurde Claus Graf Schenk von Stauffenberg in national-konservativer Gesinnung, aber frei von Standesdünkeln im katholischen Glauben erzogen. Nach dem Abitur 1926 schlug er trotz seiner schwachen Gesundheit die militärische Laufbahn ein. Beeinflusst vom "Reichsmystizismus" gehörte Claus mit seinen Brüdern Berthold und Alexander zum Kreis um Stefan George und verehrte den Dichter als wichtigsten Visionär seiner Zeit. Im Dritten Reich machte Stauffenberg zunächst Karriere: Nach den Progromen der "Reichskristallnacht" und der Besatzungspolitik im Osten bekam seine politische Überzeugung jedoch die ersten Risse. Die inkompetente Führung Hitlers als Oberbefehlshaber von Heer und Wehrmacht sowie das Bewusstsein der eigenen Mitschuld und -verantwortung an den Kriegsgräueln ließen in ihm die Überzeugung reifen, dass der Diktator entfernt werden müsse. Im April 1943 verlor Stauffenberg bei einem Tieffliegerangriff in Afrika das linke Auge, die rechte Hand und zwei Finger der linken Hand. Nach seiner Genesung wurde Stauffenberg neben Henning von Tresckow zur treibenden Kraft des militärischen Widerstands. Nach mehreren missglückten Versuchen, entschloss sich Stauffenberg, während einer militärischen Lagebesprechung selbst einen Sprengstoffanschlag durchzuführen. Hitler überlebte das Attentat, der Staatsstreich misslang, Stauffenberg und seine Mitverschwörer wurden noch in der Nacht zum 21. Juli 1944 erschossen.


Stand: 12.11.2008