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Friedrich Wilhelm Raiffeisen und die Idee der Genossenschaften
Friedrich Wilhelm Raiffeisen © dpa Friedrich Wilhelm Raiffeisen war einer der Begründer des Genossenschaftswesens in Deutschland. Der Bürgermeistersohn aus Hamm bei Siegen schuf aus christlicher Nächstenliebe Mitte des 19. Jahrhunderts nach dem Prinzip der gemeinschaftlichen und genossenschaftlichen Selbsthilfe ab 1845 Hilfsvereine und Darlehnskassenvereine, um die Verelendung der bäuerlichen Bevölkerung zu verhindern. Friedrich Wilhelm Raiffeisen verknüpfte in wohltätiger Weise das Geld der Reichen mit Darlehen an die Armen. Nachdem die Reichen ihr Geld nicht mehr ohne Sicherheiten zur Verfügung gestellt haben, hat Friedrich Wilhelm Raiffeisen auch den Kreditnehmern Haftung in seinen Vereinen auferlegt. So entstand 1864 der "Heddesdorfer Darlehnskassen-Verein", die erste Genossenschaft. Dem fast erblindeten Raiffeisen stand seine Tochter Amalie als Sekretärin und rechte Hand zur Seite.


Stand: 16.08.2010