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 | Zeit der Proteste – die 68er |
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Sie lasen Marx und Marcuse, engagierten sich im Sozialistischen Studentenbund, riefen eine "Außerparlamentarische Opposition" auf den Plan und organisierten Massenproteste in den Straßen, die die Republik im Kern erschütterten. Was die Mehrheitsgesellschaft guthieß oder stillschweigend duldete, trieb die Studentengeneration von 1968 auf die Barrikaden: der Vietnamkrieg, die Verdrängung der nationalsozialistischen Vergangenheit, die Allmacht der Springer-Presse. Eine bisher unbekannte Experimentierfreudigkeit lag in der Luft, die Lust auf ein freieres, antibürgerliches Leben. Doch ein Großteil der Aufbruchstimmung verrauchte in den Grabenkämpfen zwischen linken Gruppierungen. Trotzdem hat die Jugend von damals das Land verändert - bis heute.
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