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 | Maximilian I. - Der große Kurfürst Bayerns |
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Als Fürst Maximilian die Regierungsgeschäfte seines Vaters Herzog Wilhelm V. übernahm, war er erst 24 Jahre alt. Der junge Regent war ein Visionär und seiner Zeit weit voraus. Um die geerbten Staatsschulden zu tilgen, arbeitete er Tag und Nacht und führte zahlreiche Reformen durch. Es gelang ihm, das verschuldete Bayern mit umfassenden Reformen wirtschaftlich zur Blüte zu bringen. Er schuf einen riesigen Verwaltungsstaat, dem er selbst vorstand. Arbeitseifer und Sparsamkeit waren seine Leitmotive, die er sich selbst, aber auch jedem anderen im Übermaß abverlangte. Diese Grundhaltung und die Tatsache, dass der tief religiöse Kurfürst die Bayern unter Strafandrohung zu Moral und Katholizismus zwingen wollte, schadeten seiner Beliebtheit beim Volk. Mittels seines neuen Gesetzbuches hatten die Bürger nicht nur die katholischen Riten auszuführen, auch Ehebruch und das in Bayern so beliebte nächtliche "Fensterln" wurden verboten. In seinem strengen "Codex Maximilianeus" war kein Platz für das Recht auf Intimsphäre. Im Gegenteil, der fromme Kurfürst hielt es sogar für sein Recht, seine Untertanen dahingehend noch bespitzeln zu lassen.
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