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Der Anwalt der Macht – Niccolò Machiavelli – ein Portrait
Glossar
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handeln

 
Analyse
eingehende Untersuchung eines Sachverhaltes oder eines Gegenstandes

 
Aufklärung
Das Zeitalter der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert war geprägt von den Bestrebungen, das Denken mittels der Vernunft von überholten Vorstellungen, Vorurteilen und Ideologien zu befreien und eine Akzeptanz für neue Inhalte zu schaffen.

 
Fortuna
Italienisch = Schicksal, Zufall, Glück.

 
Humanismus
Als "Italienischer Renaissance-Humanismus" eine geistige Strömung zur Zeit der Renaissance, angeregt von Francesco Petrarca im 14. Jahrhundert. Sie verstand sich in Abgrenzung zum Mittelalter als vollkommen neue Epoche. Zentrale Begriffe waren die Wertschätzung der Ästhetik, die Wiederentdeckung der Antike und die Förderung der Künste.

 
inkriminieren
be-, anschuldigen

 
Moralphilosophie
Die Moralphilosophie oder Ethik beschäftigt sich als "praktische Philosophie" mit dem menschlichen Handeln.

 
Optionen
Möglichkeiten

 
Renaissance
Kulturgeschichtliche Epoche am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit im 14. und 15. Jahrhundert. Hauptgedanke war die "Wiedergeburt" (Renaissance) des Gedankengutes und der Ideale der Antike.

 
Signoria
Stadtregierung von Florenz und anderen ober- und mittelitalienischen Kommunen zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert. Der Begriff bezeichnet die faktische Regierungsform, bei der ein "starker Mann" (signore) an der Spitze stand.

 
Tugend
Anstand, Sitte, die Neigung, das Gute zu tun

 
Tugendlehren
Grundlehren des Christentums, die als ethische Regeln die Beziehung des Christen zu seiner Umwelt bestimmen sollen, dazu gehören seit Thomas von Aquin die Begriffe Glaube, Liebe und Hoffnung.

 
Image
Bild in der Öffentlichkeit

 
Index
Register, Verzeichnis, Liste (oft unter negativen Vorzeichen)

 
Virtù
Italienisch = Tugend. Nach Machiavelli Tatendrang, Machtwille, Lebenskraft.

 
Zynismus
(Lebens)haltung, die moralische und menschliche Werte grundsätzlich in Frage stellt und ins Lächerliche zieht

 
Personen
 
Alighieri, Dante (1265-1321)
Bedeutendster italienischer Dichter, Autor der "Göttlichen Komödie".

 
Borgia, Cesare (1475-1507)
Der Sohn von Papst Alexander VI. schlug zunächst eine geistliche Laufbahn ein, ließ sich aber 1498 von den geistlichen Ämtern befreien, um sich militärischen Aufgaben zu widmen. Mit dem Tod Alexanders verlor auch der als grausam und tyrannisch beschriebene Cesare an Macht und wurde 1507 erschlagen.

 
Botticelli, Sandro (1445-1510)
Italienischer Maler und Zeichner der Renaissance. Bekanntestes Werk ist "Die Geburt der Venus".

 
Buonarroti, Michelangelo (1475-1564)
Als Maler, Bildhauer, Architekt und Dichter einer der wichtigsten Künstler der italienischen Hochrenaissance.

 
Friedrich II. (1712-1786)
Seit 1740 König in Preußen wird Friedrich "der Große" als aufgeklärt-absolutistischer Monarch vor allem wegen seiner Reform des Rechtssystems und wegen seiner militärischen Erfolge verehrt. 1739/40 schrieb er den "Anti-Machiavel": "Ich übernehme die Verteidigung der Menschlichkeit wider diesen Unmenschen, der dieselbe vernichten will".

 
Leonardo da Vinci (1452-1519)
Als Maler, Bildhauer, Architekt, Musiker, Anatom, Mechaniker, Naturphilosoph und Ingenieur Leonardo Universalgenie der (italienischen) Renaissance. Mit Machiavelli verband ihn die Planung der Umlenkung des Arno in einen Kanal, mit dem das abtrünnige Pisa zur Aufgabe gezwungen werden sollte.

 
Medici, Lorenzo de' (1449-1492)
Genannt "il Magnifico", der Prächtige, italienischer Politiker und Stadtherr von Florenz, stand ab 1469 an der Spitze der Republik Florenz. Seine größten Verdienste sind das Ausbalancieren eines Gleichgewichtes der Mächte Rom, Florenz, Neapel, Mailand und Venedig und die Förderung der Künste.

 
Petrarca, Francesco (1304-1374)
Der Dichter und Geschichtsschreiber, berühmt durch die 366 Gedichte seiner "Canzoniere", gilt als Mitbegründer des Humanismus und der Renaissance.

 
Savonarola, Girolamo (1452-1498)
Dominikanermönch und Bußprediger, übte heftige Kritik am Lebenswandel des Klerus und der reichen Florentiner Bürger und versuchte, einen Gottesstaat zu errichten. Savonarola wurde 1497 von Papst Alexander VI. exkommuniziert, später gefangen genommen und im Mai 1498 mit zwei Mitstreitern gehenkt und verbrannt.