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Alias Frahm! Die Angriffe gegen den Rückkehrer Willy Brandt
Willy Brandt © dpa, Bilderdienst Im April 1933 flüchtete der 19-jährige Herbert Frahm an Bord eines Fischkutters hinter Kisten versteckt über die Ostsee aus Deutschland. Im Gepäck 100 Reichsmark und einen neuen Namen: Willy Brandt. Die Reise ging nach Norwegen, wo Brandt den größten Teil seines Exils während des Hitlerregimes verbrachte. Zwölf Jahre lebte er im Ausland – es war lebensgefährlich geworden, in Nazideutschland zu bleiben. Kurz vor seiner Flucht hatte er illegale Flugblätter der sozialistischen Arbeiterpartei heimlich verteilt. Als der Verdacht sich zuspitzte, dass er der Verfasser der Schriften war, entschloss er sich zur Flucht. Im skandinavischen Exil engagierte er sich als Journalist gegen das Hitlerregime, aber als er nach zwölf Jahren heimkehrte, nutzen seine politischen Gegner die Emigration im Wahlkampf für heftigste Schmutzkampagnen. Der spätere Friedensnobelpreisträger wird als Vaterlandsverräter und Opportunist denunziert. Seine Rückkehr in die Heimat wird für ihn zum politischen Überlebenskampf.


Stand: 22.03.2010