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 | Der Wäscheschrank ist der Bücherschrank der Frau - Hausfrau im Biedermeier |
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Amme
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Eine Frau, die ein fremdes Kind stillt.
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Biedermeierzeit
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Ursprünglich ironische Bezeichnung (benannt nach der fiktiven Gestalt des "Gottlieb Biedermaier") für die spätromantische Zeit zwischen 1815 und 1848. Aufgrund starker politischer Wirren der Napoleonischen Kriege und der Neuordnung Europas (Restauration) Rückzug des Menschen in die bürgerliche Behaglichkeit.
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Blaustrumpf
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Aus England stammender Spottname (blue stocking) für die emanzipierten Damen eines Literaturclubs in London um 1750. Der Begriff rührt von dem Naturforscher Stillingfleet, der in dem Club - entgegen dem Modetrend - in blauen Strümpfen erschien. Später abfällige Bezeichnung für intellektuelle Frauen.
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Filetarbeit
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Feine Handarbeitstechnik, bei der Muster in durchbrochenem Stoff gearbeitet werden.
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Gesinde
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Dienerschaft, z.B. auf einem Bauernhof
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Grazie
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Anmut, Liebreiz
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Joch
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hier: früheres Flächenmaß für Felder = das Gebiet, das ein "Joch Ochsen" an einem Tag umpflügen kann (variiert je nach Gebiet und liegt etwa zwischen 30 und 65 a).
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Neuruppiner Bilderbogen
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Die bedruckten Bilderbögen Gustav Kühns waren die ersten Illustrierten Deutschlands. Kleinbürgerliche Comics, die der Information und der Bildung, vor allem aber der Unterhaltung dienten. Die kolorierten Lithografien aus Neuruppin berichteten von fernen Kriegsschauplätzen genauso wie von häuslichen Alltagsproblemen und waren somit gewissermaßen die "Bild-Zeitung" der Biedermeierzeit.
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Nausikaa
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Frauenfigur aus der Odyssee, die Odysseus trifft und ihn zu ihrem Vater, dem Phäakenkönig Alkinoos, führt.
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Pädagogik
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Lehre der Erziehung, eine seit dem 17. Jahrhundert weit verzweigte Wissenschaft.
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Pamphlet
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Streit-, Schmähschrift
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Penelope
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Ehefrau des Odysseus, die ihm trotz seiner 20 Jahre dauernden Irrfahrt treu blieb.
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Scheffel
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Früheres deutsches Hohlmaß für Getreide. Das Maß (1 Scheffel) differierte regional sehr stark und lag zwischen 23 und 222 Litern.
Personen
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Arndt, Ernst Moritz (1769-1860)
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Deutscher Schriftsteller. Als Theologieprofessor an der Universität Greifswald musste Arndt wegen antinapoleonischer Schriften (bekannteste “Geist der Zeit”) 1806 nach Stockholm fliehen. 1812 immigriert er mit dem Freiherrn von Stein nach Petersburg, kehrt 1817 zurück und lässt sich in Bonn nieder, wo er zum Professor berufen wird. Arndts Wirken bezieht sich hauptsächlich auf die Einigung und politische Freiheit Deutschlands.
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Bluntschli, Johann Caspar (1808-1881)
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Schweizer Jurist und Präsident des Züricher Gerichtshofes, später Rechtsprofessor in München und einer der Gründer des “Instituts für internationales Recht”. Verfasser u.a. von “Denkwürdiges aus meinem Leben” und “Theorie des Staates”.
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Campe, Johann Heinrich (1746-1818)
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Jugendschriftsteller und Pädagoge, Hauptwerk “Robinson der Jüngere”
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Kügelen, Wilhelm Georg Alexander von (1802-1867)
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Deutscher Maler. Als Sohn des Malers Gerhard von Kügelgen verbrachte er seine Kindheit in Dresden, wo er auch später an der Kunstakademie studierte. Ab 1833 arbeitet er als Hofmaler in Ballenstedt. Die nach seinem Tode veröffentlichten “Jugenderinnerungen eines alten Mannes” werden zu einem der Lieblingsbücher des deutschen Bürgertums.
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Lewald, Fanny (1811-1889)
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Deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin. Lewald schrieb Novellen, Aufsätze, Reiseberichte, Romane. Sie war eine der bekanntesten Schriftstellerinnen ihrer Zeit, die aber später in Vergessenheit geriet.
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Schiller, Friedrich von (1759-1805)
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Dichter und Philosoph, Offizierssohn, Jura- und Medizinstudium, Professur für Geschichte. Seine literarische Karriere begann 1781 mit dem Drama "Die Räuber". 1794 entstand seine Freundschaft mit Goethe. Gemeinsam gaben sie 1795-97 die Zeitschrift "Horen" heraus, 1796/97 die "Xenien" und im selben Jahr wetteiferten beide im Schreiben von Balladen. Neben den bedeutenden Balladen wie "Der Taucher", "Die Kraniche des Ibykus", "Die Bürgschaft" oder "Das Lied von der Glocke" schrieb Schiller eine ganze Reihe wichtiger Dramen wie z. B. den Dreiteiler "Wallenstein", "Maria Stuart" und "Wilhelm Tell".
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Schlegel, August Wilhelm (1767-1845)
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Deutscher Übersetzter. Ab 1798 Philosophieprofessor in Jena, Mitherausgeber der Zeitschrift ATHENAEUM, Mitarbeit an Schillers “Musenalmanach”. In Berlin lernt er Madame de Stael kennen, mit der er von 1804 an 14 Jahre auf ihrem Landsitz und auf Reisen verbringt. Nach ihrem Tod geht er als Professor nach Bonn und spielt hier eine wichtige Rolle bei der Begründung der Romantik und der Indischen Philologie in Deutschland. Seine Hauptleistung ist die Übersetzung von 17 Shakespeare-Stücken ins Deutsche.
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