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Fachrichtung der Philosophie: die Lehre von den Prinzipien des schlüssigen Denkens und der richtigen Beweisführung.

 
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mit Gewalt einwirken, misshandeln

 
Metamorphose
Wandlung, Veränderung

 
Mythologie
Die Bemühung, Unerklärliches begreifbar zu machen, zugleich die Gesamtheit von Sagen und Geschichten eines Volkes, in die Naturphänomene, Religion und Weltanschauung ebenso eingeflossen sind wie alltägliche Beobachtungen.

 
Paradigma
Anerkannte Modellvorstellung, übliche Herangehensweise an ein Thema. Ein Paradigmenwechsel regt zu einer neuen Sicht der Dinge an und legt neue Maßstäbe fest.

 
Reformpädagogik
Bildungsbewegung des frühen 20. Jahrhunderts gegen die autoritäre Schulerziehung: die lebensfremde "Paukschule" sollte durch eine von "Anschauungspädagogik" geleitete veränderte Bildungstheorie ersetzt werden.

 
Stipendium
finanzielle Förderung von besonders begabten Schülern oder Studenten

 
Symposium
wissenschaftliche Tagung mit Vorträgen und Diskussionen

 
Personen
 
Conant, James (*1958)
US-amerikanischer Philosoph und Wittgenstein-Forscher. Der Schwerpunkt von Conants Arbeit liegt auf der Ethik und Sprachphilosophie. Der Professor mit Lehrstuhl an der University of Chicago leitet einen wöchentlichen stattfindenden Wittgenstein-Workshop.

 
McDowell, John (*1942)
Philosophieprofessor an der University of Pittsburgh, der in den Bereichen Sprache, Bewusstsein und Werte lehrt. Als Anhänger des "Philosophischen Quietismus" nimmt McDowell an, dass Philosophie therapeutische Qualitäten hat, indem sie den Denker zu einer Art intellektuellen Ruhestellung führen kann.

 
Ostwald, Wilhelm (1853-1932)
Deutsch-baltischer Chemiker, Mitbegründer der physikalischen Chemie, 1909 ausgezeichnet mit dem Nobelpreis. Ostwald war vielseitig interessiert: zwischen 1887 und 1906 gab der Professor an der Universität Leipzig Vorlesungen zur Chemie und Philosophie, von 1901 bis 1921 war er Herausgeber der "Annalen der Natur- und Kulturphilosophie", in denen Wittgensteins "Tractatus" erstmalig erschien.

 
Platon (427-347 v. Chr.)
Griechischer Philosoph und Dichter, der in seinen Schriften die Dialogform wählt, in deren Zentrum Platons Lehrer Sokrates steht. In den frühen Dialogen geht es vor allem um Frömmigkeit, Gerechtigkeit und Tugend, in der späteren Lehre um Erkenntnis und die Idee des Guten. In seiner Utopie über den idealen Staat vertrat Platon die Ansicht, dass die besten Herrscher Philosophen seien.

 
Ramsey, Frank Plumpton (1903-1930)
Britischer Mathematiker mit viel Interesse und großer Begabung für andere Wissensgebiete – vor allem Wirtschaftswissenschaft und Philosophie. Anhand eines Wörterbuchs und einer deutschen Grammatik übersetzte er innerhalb von zehn Tagen ein Buch von Ernst Mach, im Alter von 19 Jahren übertrug er den "Tractatus" ins Englische. 1923 unternahm er eine Reise nach Puchberg am Schneeberg, wo Wittgenstein an einer Schule unterrichtete, und diskutierte zwei Wochen lang intensiv mit ihm. Die Korrekturen, die Wittgenstein nach ihren Debatten aufnahm, sind in der 1933 erschienenen Fassung des "Tractatus" enthalten. Ramsey starb im Alter von 26 Jahren nach einer Operation an Hepatitis.

 
Respinger, Marguerite, später: Chambrier, M. de (1904-2000)
Enge Freundin Wittgensteins, mit der er zwischen 1926 und 1931 fast täglich Briefe wechselte und – neben drei männlichen Partnern (David Pinsent, Francis Skinner und Ben Richards) die einzige Frau, zu der Wittgenstein eine innige Beziehung pflegte. Abgeschreckt von seinem Plan, eine platonische und kinderlose Ehe mit ihr einzugehen, zog sich Respinger Anfang der Dreißiger Jahre zurück.

 
Russell, Bertrand (1872-1970)
Britischer Philosoph, Logiker und Mathematiker, der mathematische Theoreme auf wenige Begriffe und Definitionen der Logik zurückführte und durch sein Werk "The Principles of Mathematics" Wittgensteins Interesse an der Philosophie anfachte. Wegen seines pazifistischen und sozialkritischen Engagements (er setzte sich bereits zu Anfang des Jahrhunderts für das Frauenwahlrecht ein) geriet Russell mehrfach in Konflikt mit dem Staat, zuletzt mit 88 Jahren nach einem Sitzstreik für die atomare Abrüstung. 1950 erhielt Russell den Nobelpreis für Literatur.

 
Sraffa, Piero (1898-1983)
Italienischer Wirtschaftswissenschaftler, dessen "Theory of value" den Warenwert in Beziehung zu den Produktionspreisen der Ware setzt und dadurch eine Profitrate kalkulierbar macht. Der linksorientierte Sraffa war ein enger Freund des italienischen Kommunisten Antonio Gramsci, der viele Jahre für seine Gesinnung im Gefängnis saß. Auf Einladung John Maynard Keynes' bekam Sraffa eine Stelle an der University of Cambridge. Dort gehörte er zur legendären "Cafeteria group", in der er mit Ramsey und Wittgenstein diskutierte und letzteren mit den neuesten Weltnachrichten versorgte (Wittgenstein lehnte es ab, sich über Zeitung und Rundfunk zu informieren).

 
Wittgenstein, Paul (1887-1960)
Der zwei Jahre ältere Bruder Ludwigs hatte im Elternhaus mit Richard Strauss Duette am Klavier gespielt und bereits einige Erfolge als Pianist erzielt, bevor er im Ersten Weltkrieg seinen rechten Arm verlor. Nach Kriegsende entschloss er sich dennoch, seinen Beruf weiter auszuüben und arrangierte Stücke für die linke Hand. Etliche Komponisten, darunter Hindemith, Britten und Prokofjew, schrieben Stücke oder Konzerte für Paul Wittgenstein, am bekanntesten ist vermutlich Maurice Ravels "Konzert D-Dur für die linke Hand".