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 | "Missverständnisse heilen" - Ludwig Wittgenstein zur Aufgabe der Philosophie |
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Es geht um nichts weniger als das Ganze und es betrifft nicht weniger als alle: die Philosophie Ludwig Wittgensteins setzt sich mit dem grundlegenden Zeichen- und Verständigungssystem der Menschen auseinander, der Sprache. Ihrer Funktion als "Abbildtheorie der Bedeutung" und der Logik als Grundlage jeder Erkenntnis gilt das Interesse des schwierigen Genies Wittgenstein in seinem wichtigsten Werk, dem "Tractatus logico-philosophicus". Daneben beschäftigte er sich mit Fragen der mathematischen Logik und mit der Konstruktion von Flugmaschinen, außerdem plante er für seine Schwester eine Villa und versuchte sich als Reformpädagoge. Der Blick auf seinen Lebenslauf vermittelt nur am Anfang und am Ende den Eindruck von Ruhe und Gelassenheit: Nach der behüteten Kindheit in einer der reichsten Wiener Familien pendelt der 1889 geborene Wittgenstein hin und her zwischen englischem und deutschem Sprachraum und zwischen verschiedenen Professionen – mal im Rang eines Gärtnereigehilfen, mal als Hochschullehrer in Cambridge, zuletzt als freier Autor und ungebundener Philosoph. Gemessen an den mehr als 30.000 Manuskriptseiten, die bis zu seinem Tod im April 1951 entstanden sind, fällt das veröffentlichte Werk sehr schmal aus – getreu dem eigenen Grundsatz, dass das wirklich Wichtige das Ungesagte sei.
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