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Warum wir Vorbilder brauchen - Gedanken aus Philosophie und Psychologie
Didaktik
VorarbeitEinsatz im Unterricht
NacharbeitLehrplanbezug

 
 Vorarbeit
  • Lernziele
    Jugendliche orientieren sich oft an Personen, die sie bewundern oder denen sie nacheifern. Neben prägenden Gestalten aus dem nahen Lebensbereich werden auch erfolgreiche Menschen oder Trends aus der Medien- und Erlebniswelt zu Leitbildern. Den Schülerinnen und Schülern soll bewusst werden, welche Leitbilder in ihrem Leben eine Rolle spielen. Sie setzen sich mit eigenen und fremden Ansprüchen an ihre Person auseinander, verbessern so die Fähigkeit zu einer realistischen Selbsteinschätzung und stärken Urteilsfähigkeit, Selbstverantwortung und ihre Persönlichkeit. Dabei sollen sie erkennen, dass jeder Stärken und Schwächen hat und kein Mensch vollkommen ist.

    Die Schülerinnen und Schüler lernen ihre eignen Vorbilder, Idole und Ideale kritisch zu untersuchen und reflektieren über die Fragwürdigkeit von ungefilterter Bewunderung und übertriebenem Starkult.

  • Impuls
    An der Tafel werden die jeweils eigenen Ideale, Leitfiguren und Leitbilder der Schülerinnen und Schüler notiert.


 
 
 Einsatz im Unterricht
  • Hören
    Gemeinsam wird der Radiobeitrag angehört. Währenddessen werden die Fragen auf dem Arbeitsblatt beantwortet und anschließend im Plenum diskutiert.

  • Diskussion: So möchte ich sein
    - Wozu brauchen Menschen Vorbilder?
    - Welche Wünsche, Träume und Vorbilder sind mir wichtig?
    - Was gefällt mir an meinen Vorbildern? Was finde ich besonders beeindruckend?
    - Warum wechsle ich meine Vorbilder?

  • Tafelbild: Wie Leitbilder mich beeinflussen können
    Positive und negative Beeinflussung durch Vorbilder - auch im Hinblick auf eigene Empfänglichkeit für Manipulation und Medienbeeinflussung - werden an der Tafel fest gehalten. Anhand eines eigenes Vorbildes (besser an zweien) sollen die Schülerinnen und Schüler beschreiben, was sie von ihren Vorbildern lernen können und was die mögliche Gefahr dabei sein könnte.

  • Arbeitsauftrag: Mein Vorbild
    Im Hinblick auf die Abgrenzung zwischen Ideal und Wirklichkeit entwerfen die Schülerinnen und Schüler ein eigenes realistisches Vorbild, das auf dem Arbeitsblatt festgehalten wird.

  • Interview
    Die Schülerinnen und Schüler fragen Ihre Eltern (oder Menschen aus Ihrem Umfeld, die sie bewundern), wen Sie selbst als Vorbild haben bzw. hatten und warum.


 
 
 Nacharbeit
  • Weiterführendes
    Als Referat oder Hausarbeit: "Worin kann die Vorbildlichkeit von Leitbildern bestehen?" Dabei sollen die Schüler anhand von Lebensläufen anerkannter Persönlichkeiten wahrnehmen, was an ihnen beeindruckend ist und dies in Beziehung setzen, zu dem, was sie an ihren eigenen Idolen fasziniert. Sie sollen erkennen, dass sie Leitbilder nicht nachahmen, aber an ihnen Maßstäben und Anregungen für die eigene Lebensführung finden können. Bespiele: besonderes humanitäres, politisches, kulturelles oder wissenschaftliches Engagement, z. B. bei Henri Dunant, Geschwister Scholl, Marie Curie, Leonardo da Vinci.

  • Interview
    Die Schülerinnen und Schüler fragen Ihre Eltern (oder Menschen aus Ihrem Umfeld, die sie bewundern), wen Sie selbst als Vorbild haben bzw. hatten und warum.


 
 
  Lehrplanbezug
  • Lehrplan für bayerische Hauptschulen:
    Ethik 7. Jahrgangsstufe: Sich selbst entdecken
    Ethik 8. Jahrgangsstufe: Leitbilder für mein Leben
    Katholische Religionslehre 7. Jahrgangsstufe: Wer bin ich, wie will ich werden? – Auf der Suche nach sich selbst
    Katholische Religionslehre 8. Jahrgangsstufe: Den eigenen Weg suchen – was dem Leben Halt und Richtung gibt, 8.6.2 Orientierung finden – was Menschen dauerhaft Halt gibt
    Evangelische Religionslehre 7. Jahrgangsstufe: So möchte ich sein - Leitbilder für das Leben

  • Lehrplan für die bayerische Realschule:
    9. Jahrgangsstufe: Fächerverbindendes Unterrichtsvorhaben 'Menschen, die sich trauen'(starke Persönlichkeiten, Vorbilder, Helden des Alltags).

    Ethik 10. Jahrgangsstufe: Gewissen und Verantwortung
    Evangelische Religionslehre 9. Jahrgangsstufe: Ziele und Ideale im Gemeinschaftsleben
    Evangelische Religionslehre 10. Jahrgangsstufe: Ich übernehme Verantwortung für mein Leben: Einsatz für persönliche Überzeugungen, Gewissen, Zivilcourage, Umgang mit Schuld – beispielhaft anhand von Personen aus der neueren Geschichte bzw. Gegenwart

  • Lehrplan für das bayerische Gymnasium:
    Ethik 6. Jahrgangsstufe: Ich und die anderen: ¬Vorbilder im Einsatz für andere
    Ethik 7. Jahrgangsstufe: Erwachsen werden: der veränderte Blick auf sich selbst: Stärken und Schwächen der eigenen Person erkennen; Entwicklung einer eigenen Identität durch selbstverantwortliche Lebensgestaltung, Gefährdungen der persönlichen Freiheit durch äußere Einflüsse (z. B. Ideale, Idole)
    Ethik 9. Jahrgangsstufe: Gewissen und Handeln (S. Freud: Ich-Ideal)
    Katholische Religionslehre 9. Jahrgangsstufe: Exodus, Dekalog und Propheten: Gott schenkt Freiheit und fordert Gerechtigkeit: prophetische Menschen – von der Exodusbotschaft inspiriert, z. B. M. L. King und sein Kampf für Menschenrechte, sich eigener Möglichkeiten bewusst werden, z. B. sich gegen Trends stellen, Zivilcourage zeigen
    Evangelische Religionslehre 12. Jahrgangsstufe: Verantwortung wahrnehmen in einer pluralistischen Gesellschaft (Vorbilder)