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Tibets Weisheit - Führer auf dem Pfad des Erwachens
Buddhistischer Tempel © dpa Tibet ist ein Symbol – für die faktische Schwäche, aber moralische Stärke eines friedfertigen Landes und seiner empathischen Religion gegenüber dem übermächtigen Nachbarn China. Ein wesentlicher Pfeiler dieser stillen Kraft ist der Tibetische Buddhismus. Er gehört als "Vajrayana" zu den drei Hauptströmungen des Buddhismus und ist durch den derzeitigen Dalai Lama, Tenzin Gyatso, weltweit populär. Im 7. Jahrhundert nach Christus begann die Verbreitung von Buddhas Lehre im tibetischen Hochland. Von da an verband sie sich mit dem schamanistisch-animistischen Volksglauben der Bön-Religion zu einer neuen buddhistischen Richtung. In ihrem Mittelpunkt steht der Gedanke, durch Mahamudra (die Grundlage jeder Meditation) und Dzogchen (die Essenz der Lehre Buddhas) das Ziel einer erleuchteten Existenz und schließlich das Nirvana zu erreichen. Mithilfe der tantrischen Mittel Meditation und Visualisierung, etwa durch die Konzentration auf ein Mandala, und in enger Verbindung zu einem persönlichen Lehrer oder Lama sollen die Anhänger des Tibetischen Buddhismus den ewigen Kreislauf von Geburt, Alter, Krankheit und Tod überwinden.

  • Autorin: Gerda Kuhn
  • Internetbearbeitung und Unterrichtsmodell: Britta Mentzel


Stand: 11.03.2009