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„Der Untat folgt sie auf dem Fuße“ - Strafe und Vergeltung in Philosophie und Theologie
Strafe © Ingram Publishing Der Umgang mit Straftätern stellt Philosophen wie Theologen gleichermaßen vor ein Dilemma: Einerseits müssen Verbrecher bestraft werden – wenn nicht aus Vergeltungswunsch, so doch zumindest um ein Zeichen zu setzen: Die Gesellschaft ist nicht gewillt, Straftaten zu tolerieren. Andererseits könnte es vernünftig – oder gar christlich geboten – die Gewaltspirale durch Strafverzicht zu durchbrechen… Woher kommt die Strafe und wie entwickelte sie sich in zweieinhalbtausend Jahren europäischer Kulturgeschichte? Um diese Frage zu beantworten treffen wir griechische Philosophen der Antike mit ihren Vorstellungen von der kosmischen Ordnung, die durch Straftaten gestört wird. Und wir werfen einen Blick in die nachreformatorische Zeit: Damals standen ausartende Hinrichtungszeremonien mit Volksfestcharakter hoch im Kurs. Doch heute? Am Ende kommen auch wir nicht um den ethischen Diskurs herum: Wie gehen wir heute in unserem Rechtssystem mit Straftätern um? Gilt uns am Ende doch die Bibel als Ratgeber: Auge um Auge, Zahn um Zahn.?


Stand: 15.01.2009